Welt : Höhere Gewalt

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Der Wintereinbruch im Westen hat Schäden von insgesamt mehr als 100 Millionen Euro verusacht, hat der Wetterservice Donnerwetter.de errechnet. Die Schäden des Stromausfalls werden erst langsam sichtbar: In den Tiefkühltruhen sind Lebensmittel aufgetaut, aus den Hotels sind Gäste abgereist, die Restaurants beklagen Umsatzausfälle. RWE erklärte jedoch, der Konzern werde keinen Schadenersatz leisten. RWE kann sich dabei auf eine Verordnung des Bundeswirtschaftsministeriums berufen. „In dieser sind Ersatzleistungen für Schäden, die auf höherer Gewalt beruhen, ausgeschlossen“, sagt ein Sprecher des Verbandes der Netzbetreiber. Nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit müssen die Versorger zahlen. Der Bund der Energieverbraucher kritisiert jedoch: „Wer das Geschäft macht, darf sich bei der Haftung nicht drücken.“ Es könne nicht sein, dass Gewinne der Stromkonzerne privatisiert und Kosten von der Allgemeinheit getragen werden müssten. dr

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