• Höhere Preise für Alcopops umstritten Umfrage: Unter 30-Jährige mehrheitlich gegen Strafsteuer

Welt : Höhere Preise für Alcopops umstritten Umfrage: Unter 30-Jährige mehrheitlich gegen Strafsteuer

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(dpa). Die Meinungen zu den umstrittenen Alcopops gehen in Deutschland stark auseinander: Während bei den unter 30Jährigen nur 36 Prozent für die von der Bundesregierung geplante Strafsteuer sind, plädieren in allen Altersgruppen ab 30 aufwärts jeweils rund 60 Prozent dafür. Das ergab eine Umfrage des Münchner Meinungsforschungsinstituts polis, das im Auftrag der Deutschen Presseagentur (dpa) 1011 Menschen ab 14 Jahren befragt hatte. Die Bundesregierung will Alcopops-Flaschen um 83 Cent verteuern, um damit den Alkoholkonsum Jugendlicher zu verringern. Insgesamt unterstützen 56 Prozent die geplante Abgabe auf alkoholhaltige Mixgetränke, 42 Prozent sprechen sich dagegen aus.

Das Einstiegsalter sinkt

Nach Angaben des Bielefelder Jugendforschers Klaus Hurrelmann greifen bereits fast 15 Prozent der 15-Jährigen regelmäßig zu den bunt vermarkteten Mixturen aus Limonade und Spirituosen. Das Einstiegsalter bei Alkohol sinke, Jugendliche würden damit immer raffinierter an Alkohol gewöhnt. Die Bacardi Deutschland GmbH, Hersteller von „Bacardi-Breezer“ und „Barcardi-Rigo“, hatte dagegen beteuert, die Zielgruppe seien Erwachsene zwischen 20 und 30.

55 Prozent der Befragten unterstützen zudem die von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) geplante Mindestverkaufsmenge von 17 Zigaretten pro Packung. 40 Prozent sind dagegen. Kleine Zigarettenpackungen gelten als erschwinglicher und attraktiver für Jugendliche.

Auch hierbei offenbaren sich Altersunterschiede: Während von den unter 30-Jährigen 48 Prozent für ein Verbot kleiner Zigarettenpackungen sind, plädieren von den über 50-Jährigen 60 Prozent dafür. Gegen eine kostenlose Abgabe von Zigaretten, etwa in Form von Werbegeschenken, sprechen sich 71 Prozent der Deutschen aus und unterstützen somit entsprechende Regierungspläne. Die Ergänzungen zum Jugendschutzgesetz sollen am 1. Juli in Kraft treten.

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