Holland : Tierschützer fordern Verbot von Sodomie

Trotz mehrfacher Vergewaltigung eines Ponys konnte ein Mann in Friesland aufgrund des nicht vorhandenen gesetzlichen Sodomie-Verbots nicht verurteilt werden. Jetzt fordern Tierschützer Sex mit Tieren endlich unter Strafe zu stellen.

AmsterdamTierschützer in Holland haben ein gesetzliches Verbot sexueller Handlungen mit Tieren gefordert. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Niederlande einer von nur wenigen Staaten seien, in denen selbst sexuelle Gewalt gegen Tiere straffrei bleibe, erklärten sie nach Angaben der Zeitung "De Telegraaf" vom Montag. Das Oberhaus des Parlaments in Den Haag müsse endlich einen vor Monaten eingebrachten Gesetzentwurf zur strafrechtlichen Verfolgung der Sodomie verabschieden, forderte die Stiftung zur Bekämpfung von Gewalttaten gegen Tiere.

Hintergrund ist der Fall eines Mannes in der Provinz Friesland, der wegen dutzendfacher Vergewaltigung eines Ponys vor Gericht gebracht, jedoch mangels eines gesetzlichen Sodomie-Verbots freigesprochen wurde. "Angesichts dessen ist es kein Wunder, dass die Niederlande die zweifelhafte Ehre haben, der größte Produzent von Tierpornos zu sein", sagte der Stiftungsvorsitzende Henk ten Napel.

In Deutschland ist Sodomie selbst nicht strafbar, es gelten aber die Tierschutzgesetze. Allerdings steht die Verbreitung pornografischer Schriften, die sexuelle Handlungen von Menschen mit Tieren zum Gegenstand haben, unter Strafe. Der bloße Besitz dagegen ist erlaubt. (yr/dpa)

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