Hurrikan : "Ike" fegt über Kuba - vier Tote

Hurrikan "Ike" nimmt Kurs auf Havanna: Die rund 1,6 Millionen Einwohner der Hauptstadt Havanna bereiten sich auf das Eintreffen des Sturms vor. Sorge macht vor allem der viele Müll, der die Abflüsse verstopfen könnte. Bislang sind auf Kuba vier Menschen in Folge des Hurrikans gestorben.

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Spur der Zerstörung. Auch die Stadt Baracoa wurde von Hurrikan "Ike" heimgesucht. -Foto: AFP

Havanna/Washington Als Hurrikan der Kategorie eins schiebt sich "Ike" mit einer Geschwindigkeit von 22 Stundenkilometern entlang der Südküste der Antilleninsel nach Westen. Die Winde in seinem Zentrum erreichen Geschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde. Die Wetterdienste erwarteten, dass "Ike" im Bereich Havannas oder weiter westlich wieder auf das offene Meer ziehen und dann über dem Golf von Mexiko Kurs auf die US- Bundesstaaten Louisiana oder Texas nehmen könnte. Am Montagabend berichtete das kubanische Fernsehen, dass auf der Antilleninsel bereits mindestens vier Menschen bei Unfällen, durch "Ike" verursacht, ums Leben gekommen waren.

Unterdessen liefen in den westlichen Teilen Kubas und vor allem in Havanna die Maßnahmen zum Schutz der Einwohner auf Hochtouren. Die Menschen deckten sich mit Lebensmitteln und Wasser ein. Brigaden reinigten die Straßen von Abfällen und Müll, damit die Abflüsse in den Straßen für die zu erwartenden Wassermassen frei bleiben. Tausende Menschen wurden aus gefährdeten Gebäuden in Ufernähe in Sicherheit gebracht.

Haiti ist am schwersten getroffen

Bis zum Abend hatte Hurrikan "Ike", der zweite Hurrikan innerhalb gut einer Woche in Kuba, von Osten nach Westen eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Er hatte nach seinem Auftreffen in der Nacht zum Montag vor allem die Küstenorte in der Provinz Holguín überschwemmt, Wohnhäuser zerstört oder beschädigt. Er fegte Blechdächer von Lagerhäusern, brachte Bäume zu Fall, knickte Strommasten um. Verkehrsschilder lagen in den Straßen.

Dramatisch blieb die Lage unterdessen insbesondere im nahen Haiti auf der Nachbarinsel Hispaniola, wo die Überschwemmungsgebiete weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten waren. In der Stadt Cabaret rund 35 Kilometer nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince, die am Wochenende durch die Wassermassen "Ikes" überschwemmt worden war, starben nach jüngsten Angaben vom Montagabend 66 Menschen. Damit sind in Haiti seit Mitte August durch die Wirbelstürme "Fay" (50), "Gustav" (59), "Hanna" (167) und "Ike" (667) mindestens 342 Menschen ums Leben gekommen. Zudem gelten zahlreiche Bewohner als verschollen. (küs/dpa)

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