Welt : Ihre letzten Worte: "Laßt mich in Ruhe"

Notarzt: Paparazzi hielten Kameras wenige Zentimeter vor das Gesicht Dianas PARIS (AP/AFP/rvr).Prinzessin Diana war nach einem französischen Zeitungsbericht nach ihrem Autounfall noch kurz bei Bewußtsein und murmelte: "Laßt mich in Ruhe".Das waren offenbar ihre letzten Worte.Das Blatt "Le Parisien", das sich auf einen Notarzt berief, der vor Ort war, berichtete am Mittwoch, zu diesem Zeitpunkt hätten Fotografen nur wenige Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt die Kameras auf sie gerichtet.Sie habe außerdem in diesem Moment gestöhnt, "Oh mein Gott, oh mein Gott".Der Arzt habe ihr die Sauerstoffmaske aufgesetzt, und sie habe das Bewußtsein verloren.Diana habe noch an der Unglücksstelle Bluttransfusionen erhalten.Um Erschütterungen zu vermeiden, sei die Ambulanz jedoch so langsam gefahren, daß sie für die zehn Kilometer lange Strecke eine ganze Stunde gebraucht habe. Der Chauffeur Dianas hat in der Unglücksnacht nicht nur Alkohol getrunken, sondern auch Medikamente genommen.Wie die Staatsanwaltschaft in Paris erklärte, wurden im Blut Henri Pauls Reste der Stoffe Fluoxetin und Tiaprid gefunden; sie sind in Psychopharmaka enthalten.Fluoxetin wird gegen Depressionen eingesetzt.Die Substanz wirkt enthemmend, und diese Wirkung wird in Verbindung mit Alkohol noch verstärkt.Tiaprid wird unter anderem zur Behandlung von Alkoholismus eingesetzt.Henri Paul hat eine große Menge Alkohol getrunken, wie eine dritte Analyse bestätigte.Das Ergebnis zeigte einen Wert von 1,75 Promille; die ersten beiden Untersuchungen hatten 1,75 beziehungsweise 1,82 Promille ergeben.Die Polizei dementierte am Mittwoch Meldungen, nach denen der Mercedes kurz vor dem Unfall mit Tempo 196 geblitzt worden sei.Fest stehe aber, daß der Wagen mindestens 140 km/h fuhr. Diana und Dodi al-Fayed hätten den Autounfall überlebt, wenn sie angeschnallt gewesen wären.Dies behaupten Unfallforscher der US-Autoindustrie, die aufgrund der verfügbaren Daten den Hergang des Unglücks im Computer simuliert haben.Danach war Diana, die auf dem Rücksitz saß und nicht angeschnallt war, durch den Aufprall des Wagens einer Beschleunigungskraft ausgesetzt, für die bei angenommenen 150 km/h beim Unfall 70 g für den Kopf und 100 g für den Oberkörper errechnet wurden.Das entspricht rund dem siebenfachen dessen, was ein Kampfbomberpilot aushalten muß."Bei 100 g zerfetzt es die Arterien, da gibt es keine Rettung", sagte ein Unfallchirurg, der an der Simulation mitarbeitete.Hätte Diana einen Gurt getragen, so wäre sie nur Beschleunigungskräften im Bereich von 30 bis 35 g ausgesetzt gewesen, sagen die Forscher."Dies hätte vielleicht zu gebrochenen Rippen geführt, lebensgefährliche Verletzungen hätte die Prinzessin aber nicht davongetragen", sagten die Unfallexperten.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar