Welt : Im Visier der Ermittler

Verdächtiger im Fall Madeleine beteuert Unschuld

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London/Praia da Luz - Im Drama um die Entführung der kleinen Madeleine hat der bislang einzige Verdächtige jede Schuld von sich gewiesen. „Ich bin zum Sündenbock für etwas gemacht worden, das ich nicht getan habe“, sagte der 33-jährige Robert M. dem britischen TV-Sender Sky News. Er war am Dienstag von der portugiesischen Polizei nach stundenlangen Verhören als Tatverdächtiger bezeichnet worden. Dann jedoch wurde der in Portugal lebende Brite auf freien Fuß gesetzt. Die Polizei teilte mit, dass gegen den 33-Jährigen Anhaltspunkte für eine Verwicklung in die Entführung des britischen Mädchens vorlägen.

Die Ermittlungen und die Spurensuche waren am Mittwoch noch weitgehend auf die Villa in dem Ferienort Praia da Luz gerichtet, in der Robert M. zusammen mit seiner 71-jährigen Mutter lebte. Die Anschuldigungen gegen ihn hätten sein Leben und das seiner Familie „ruiniert“, sagte der Mann. „Ich werde das nur überleben, wenn sie Madeleines Entführer erwischen.“ Der Brite muss sich regelmäßig bei der Polizei melden. Die Ermittler untersuchten derweil Material, das sie in dem Haus beschlagnahmt hatten. Allerdings gehen die Ermittler nach Angaben der Zeitung „Diário de Notícias“ davon aus, dass Madeleine noch am Leben ist und in einem Versteck gefangen gehalten wird. Die Regierung in London versprach, weiter Druck auf die Behörden in Portugal auszuüben. dpa

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