Welt : Importierte Viren sind oft lebensgefährlich

Die so genannten hämorrhagischen Fiebererkrankungen gehören zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten. Zu den bekanntesten Formen zählen Ebola, das Lassa- und das Dengue-Fieber. Hämorrhagisch (griechisch von Blutfluss/Blutsturz) beschreibt die Krankheitssymptome: In schweren Fällen stirbt der Patient an inneren Blutungen und Organversagen. Die Erreger gelten in unseren Breitengraden als seltene, importierte Viren.

Das in Zentralafrika vorkommende Ebola-Virus hat eine Inkubationszeit von zwei bis drei Wochen. In den meisten Fällen führt es wenige Tage nach der Erkrankung zum Tod. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel. Unklar ist bislang, welches Tier den Erreger weitergibt. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Kontakt von Mensch zu Mensch, wahrscheinlich über blutige Körpersekrete.

Ebenso gefährlich ist das aus Westafrika stammende Lassa-Virus, das durch Blut und Exkremente von Nagetieren sowie von Menschen übertragen wird. Schon durch das Einatmen von Urintröpfchen eines infizierten Tieres kann sich ein Mensch anstecken. Jeder fünfte Erkrankte stirbt. Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber führt je nach Verlaufsform bei jedem Dritten zum Tod.

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