Importwaren : Gefährliche Plüschbären

In Deutschland und anderen EU-Staaten müssen immer mehr gefährliche Spielzeuge und Elektrogeräte aus China aus dem Verkehr gezogen werden. Immerhin: Peking verspricht Besserung.

Brüssel - Im vergangenen Jahr verbannten die EU-Behörden rund ein Drittel mehr Alltagswaren aus den Geschäften als 2005, wie EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva mitteilte. Als gefährlich erwiesen sich etwa Plüschbären, Föne, Reinigungsmittel und Skibindungen. Fast die Hälfte der mehr als 920 in der EU beanstandeten Waren kamen aus China. Am stärksten betroffen unter den EU-Staaten war Deutschland. Hierzulande mussten 144 Artikel aus dem Verkehr gezogen werden, das entspricht einem Anteil von 16 Prozent aller EU-Staaten.

Spielzeuge gefährlicher als Elektrogeräte

Laut dem EU-Schnellwarnsystem Rapex erwiesen sich 2006 erstmals Spielzeuge als gefährlicher als Elektrogeräte. Auf sie entfielen rund ein Viertel aller beanstandeten Waren. Besonders für Kleinkinder ergäben sich Gefahren durch das Verschlucken loser Teile, erklärte die EU-Kommission. Die aus dem Verkehr gezogenen Elektrogeräte drohten elektrische Schocks auszulösen und waren zum Teil nicht feuerfest.

Grund für den deutlichen Anstieg der beschlagnahmten Produkte seien verbesserte Kontrollen, unterstrich Kuneva. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die Einfuhr gefährlicher Waren und Spielzeuge aus China sinken werde. Dabei verwies die Bulgarin auf eine im vergangenen Jahr mit Peking unterzeichnete Absichtserklärung. (tso/AFP)

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