In Mosambik : Flug MH370: 18-Jähriger findet weiteres Trümmerteil

Im Urlaub in Mosambik findet ein Teenager aus Südafrika ein Trümmerteil am Strand. Sofort kommt ihm der verschollene Malaysia-Airlines-Flug MH370 in den Sinn. Ob sein Fund tatsächlich zu der Unglücksmaschine gehört, sollen jetzt Experten nachweisen.

Ein weiteres Puzzlestück des verschollenen Fluges MH370?
Ein weiteres Puzzlestück des verschollenen Fluges MH370?Foto: REUTERS

Bei einem Strandspaziergang hat ein 18-jähriger Urlauber in Mosambik ein weiteres Trümmerteil gefunden, das Hinweise auf das Verschwinden des Malaysia-Airlines-Flugs MH370 geben könnte. Die genaue Herkunft des etwa ein Meter langen Bruchstücks soll nun eine Untersuchung in Australiens Hauptstadt Canberra klären, wie ein Sprecher der australischen Transportsicherheitsbehörde ATSB am Wochenende mitteilte. Der Teenager aus Südafrika fand das Trümmerteil dem Sender NBC News zufolge bereits Ende Dezember und nahm es mit nach Hause.

Für ihn sei die mögliche Bedeutung des Fundes sofort klar gewesen, sagte Liam Lötter: „Das erste, woran ich gedacht habe, war die MH370“, sagte er dem Sender am Telefon. „Ich hatte dieses Bauchgefühl und dachte, dass ich [das Teil] finden und mit nach Hause bringen sollte.“ Seine Familie habe seinen Verdacht zunächst nicht ernst genommen. Doch als er Anfang März gehört habe, dass ein anderes mögliches Wrackteil des verschollenen Fliegers in Mosambik entdeckt worden sei, habe er die Behörden informiert. Bei dem deutlich auf dem Trümmerteil zu sehenden Code „676EB“ soll es sich aber nicht wie zunächst angenommen um eine Seriennummer handeln, wie Luftfahrtexperten der australischen Nachrichtenseite News.com.au sagten. Vielmehr handle es sich um einen Hinweis zur Verortung des Teils an seinem Platz. Demnach soll es sich um den Flügelteil einer Boeing 777 handeln.

Das Trümmerstück ist bereits der zweite Fund in Mosambik. Das erste Fundstück aus dem afrikanischen Land wird zurzeit noch im ATSB-Labor untersucht. Sein Fundort passt der der Behörde zufolge zum berechneten Absturzort der Malaysia-Airlines-Maschine, es könnte Strömungsmodellen zufolge nach Ostafrika geschwemmt worden sein. ATSB will nach eigenen Angaben nun auch das neueste Puzzlestück von Südafrika nach Australien bringen. Vor einer genauen Untersuchung wollte man sich aber nicht dazu äußern, ob das Flugzeugteil zu dem verschollenen Flieger gehören könne, sagte Behördensprecher Dan O'Malley.

Eine im Juli 2015 auf der Insel La Réunion vor Südostafrika angeschwemmte Flügelklappe wurde der Maschine bereits fest zugeordnet - es ist das erste bekannte Fundstück von MH370. Die Boeing 777 mit 239 Menschen an Bord war am 8. März 2014 auf dem Weg von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking verschwunden.

Satellitendaten legten später nahe, dass das Flugzeug den Kurs wechselte, stundenlang Richtung Süden flog und mit leeren Tanks im südlichen Indischen Ozean abstürzte. Rund 2000 Kilometer westlich von Australien wird seit Monaten vergeblich nach dem Wrack gesucht. Die Unglücksursache liegt völlig im Dunkeln. Die Piloten hatten nie Probleme gemeldet. (dpa)

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