Welt : Indische Bohrinsel versinkt Mindestens 50 Tote bei Feuer auf Ölförderstation

-

Neu Delhi Bei einem Feuer auf einer Bohrinsel vor der Westküste Indiens sind am Mittwoch mehr als 50 Menschen getötet worden. 331 Menschen seien unter teils dramatischen Umständen gerettet worden. Arbeiter der Plattform seien gerettet worden, teilte die Küstenwache nach Angaben der indischen Nachrichtenagentur PTI mit. Drei Tote wurden geborgen, 45 Menschen würden noch vermisst. Die Bohrinsel sei bei dem Brand völlig zerstört worden und gesunken.

Der indische Ölminister Mani Shankar Aiyer sagte, einige Arbeiter hätten es geschafft, dem Inferno auf Rettungsbooten zu entkommen. Andere seien in Panik ins Meer gesprungen. Auf einer angrenzenden Plattform sei ebenfalls ein Feuer ausgebrochen. Dieses Feuer sei am Agend unter Kontrolle gebracht worden, sagte ein Sprecher der Küstenwache.

Das Feuer sei offenbar durch den Zusammenstoß eines Schiffes mit der Bohrinsel ausgelöst worden, berichtete PTI.

Wegen des außergewöhnlich heftigen Monsunregens in Indien funktionierten die Kommunikationsverbindungen zum Unglücksort nicht. Küstenwache und Marine entsandten acht Schiffe zum Unglücksort, Flugzeuge warfen Rettungswesten über der See ab. Die Ölplattform lag rund 160 Kilometer vor der Küste der Wirtschaftsmetropole Bombay. Die Ölfelder dort gelten als die wichtigsten Indiens und liefern mehr als ein Drittel des von Indien geförderten Öls. Das Unglück werde vermutlich dazu führen, dass die indischen Tages-Fördermengen um ein Drittel der Produktion abnähmen, meldete NDTV. Nach Angaben der Betreiberfirma wird es Monate dauern, bis dort wieder Öl gefördert werden kann. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben