INDONESIEN : Land der Naturgefahren

Die Geologen saßen längst mit den Fingern trommelnd an den Tischen: Der Ausbruch des Merapi auf der Insel Java in Indonesien war überfällig. Der hoch explosive Vulkan schleudert alle ein bis fünf Jahre sein Innerstes nach außen, sagen die Geo-Experten. Zuletzt war er im Frühjahr 2006 ausgebrochen. Regelmäßig auch bebt in Indonesien die Erde. Tsunamis als Folge gehören hier deshalb ebenso zum Grundrisiko des Landes und seiner Bewohner.

„Indonesien ist ein Land reich an Naturgefahren“, drückt es Birger Lühr, Geophysiker am Potsdamer Geoforschungszentrum, aus. Indonesien liegt am sogenannten „pazifischen Feuerring“. Das ist die Erdregion, in der sich die pazifische Platte unter die eurasische Platte schiebt. Durch diese Bewegung, Plattentektonik genannt, entstehen enorme Spannungen. Und die Spannungen entladen sich in Erdbeben. Und wie überall auf der Welt an Plattengrenzen reihen sich auch entlang dieser Plattengrenze Vulkane. Die beiden westlichen indonesischen Inseln Sumatra, wo das Erbeben stattfand, und Java liegen an einer besonders aktiven Störungszone in der Region, dem Sundagraben. Die beiden Katastrophenorte sind zu weit voneinander entfernt, um im Sinne von Ursache und Wirkung zusammenzuhängen. Vielmehr haben das Erdbeben und der Vulkanausbruch eine gemeinsame Ursache. Tsp

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