Indonesien : Tsunami-Frühwarnsystem gestartet

Vier Jahre nach der Tsunami-Katastrophe hat Indonesien am Dienst ein Frühwarnsystem für die Seebeben in Betrieb genommen. An der Entwicklung des Systems waren deutsche Forscher maßgeblich beteiligt.

JakartaPräsident Susilo Bambang Yudhoyono sagte bei der Zeremonie in Jakarta, das Projekt sei für sein Land äußerst wichtig. "Wir leben am Abgrund", sagte Yudjoyono. Das umgerechnet rund 100 Millionen Euro teure System erkennt mit Hilfe von im indonesischen Küstengebiet verankerten Messbojen Stärke und Lage von Erdeben sowie das Ausmaß der entstehenden Wellen.

Die Bundesregierung hatte 51 Millionen Euro für die Entwicklung des Tsunami-Frühwarnsystems beigesteuert. Koordiniert wird das Projekt vom Potsdamer Geoforschungszentrum (GFZ). Auf deutscher Seite sind außerdem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Bremer Alfred-Wegener-Institut beteiligt.

Am 26. Dezember 2004 hatte ein Seebeben im Indischen Ozean vor der Insel Sumatra eine riesige Flutwelle ausgelöst, durch die in mehreren asiatischen Ländern ingesamt rund 230.000 Menschen ums Leben kamen. Auch in den vergangenen beiden Jahren fielen in der Region zahlreiche Menschen Tsunamis zum Opfer. (nal/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar