Welt : Inselstaat Tuvalu versinkt

Die etwa 11 000 Einwohner des Insel-Staates Tuvalu in der Südsee müssen ihre vom steigenden Wasserspiegel bedrohte Heimat aufgeben. Neuseeland hat Berichte dementiert, wonach es die etwa 11 000 Einwohner des Inselstaates Tuvalu aufnehmen will. Das "Earth Policy Institute" in Washington teilte am Freitag mit, das neuseeländische Außenministerium habe am Vorabend eine entsprechende Meldung des Instituts zurückgewiesen. Tuvalu hatte Neuseeland demnach vor Monaten um Hilfe gebeten, da es befürchtet, wegen des klimabedingten Anstiegs des Meeresspiegels zu versinken.

Tuvalu ist nach Angaben der amerikanischen Umweltexperten das erste Land der Welt, aus dem alle Menschen wegen des klimabedingten Anstiegs der Meereshöhe auswandern müssen. Der Inselstaat zwischen Australien und Hawaii ist mit nur 26 Quadratkilometern das viertkleinste von den Vereinten Nationen anerkannte Land.

Durch Erosion der Strände versinken die insgesamt neun Inseln Tuvalus dem Institut zu Folge nach und nach im Meer. Schon jetzt hätten die Menschen dort immer häufiger mit Überschwemmungen zu kämpfen. Außerdem würden die Gewinnung von Trinkwasser und die Produktion von Lebensmitteln immer schwieriger.

Es sei so gut wie sicher, dass künftig weitere Inselstaaten überschwemmt und damit unbewohnbar werden. Im schlimmsten Fall könnten Millionen von Menschen aus niedrig gelegenen Ländern zu "Klima-Flüchtlingen" werden, meinte das Institut.

Nach seinen Angaben ist der Meeresspiegel im Laufe des 20. Jahrhunderts wegen des Treibhauseffekts um bis zu 30 Zentimeter angestiegen. Für den Klimawandel sei der steigende Kohlendioxidanteil in der Atmosphäre verantwortlich. Dieser werde auch durch die Verbrennung fossiler Energieträger beeinflusst. Die höheren Temperaturen führten zu heftigeren Stürmen, die die Inseln heimsuchen. Als auch stark gefährdet gelten die Malediven im Indischen Ozean.

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