Intensivstation : Sorge um Johannes Heesters

Der 108-Jährige Entertainer liegt seit Sonnabend auf der Intensivstation in Starnberg. Bereits Anfang Dezember musste er für kurze Zeit ins Krankenhaus.

Starnberg/Berlin - Johannes Heesters liegt seit Sonnabend auf der Intensivstation des Klinikums Starnberg, wie der Geschäftsführer der Klinik, Thomas Weiler, am Montag der Nachrichtenagentur dpa sagte. Zum Gesundheitszustand des Schauspielers wollte er sich nicht äußern. Am Abend sei Heesters mit einem Rettungswagen in die Klinik gebracht worden, bestätigte sein Agent Jürgen Ross am Montag in Berlin einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Auch ein Notarzt sei dabei gewesen. Das Blatt hatte auch Fotos von Heesters gezeigt, wie er auf einer Trage geschoben wurde. Den Gesundheitszustand des 108-Jährigen wollte auch Ross nicht kommentieren.

Heesters musste bereits kurz vor seinem Geburtstag am 5. Dezember wegen eines Schwächeanfalls mehrere Tage im Krankenhaus verbringen. Er wolle aber mindestens 110 Jahre alt werden, hatte der Operettensänger, der als der älteste aktive Schauspieler der Welt gilt, danach der Zeitschrift „Bunte“ gesagt.

„Jopie“ lebt mit seiner mehr als 45 Jahre jüngeren Frau, der Schauspielerin und Buchautorin Simone Rethel, am Starnberger See. Auf Geburtstagsfeiern der vergangenen Jahre schmetterte der Grandseigneur der Operette mit noch erstaunlich kräftiger Stimme seine Lieder wie „Ich knüpfte manche zarte Bande“ oder „Man müsste Klavier spielen können“. Gerade kam ein neuer Kurzfilm mit ihm in der Rolle des „Petrus“ heraus, und das neueste Filmprojekt war bisher die Verfilmung einer Geschichte von Anton Tschechow („Wankas heiliger Abend“).

Der einstige Ufa-Filmstar („Hallo, Janine“) wollte immer spielen bis zum Ende, soweit es die Gesundheit zulässt. „Soll ich zu Hause sitzen und warten, bis man mich holt?“ dpa

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