Welt : Internationale Raumstation: Fitness-Geräte in der ISS

Die Astronauten der US-Raumfähre "Atlantis" haben ihre Arbeiten in der Internationalen Raumstation (ISS) abgeschlossen und diese damit weitgehend auf den ersten dauerhaften Aufenthalt einer Besatzung vorbereitet. Nach sechs Tagen schlossen die sieben amerikanischen und russischen Raumfahrer am Sonntag wieder die Luken zur ISS und bereiteten sich auf die Rückkehr zur Erde vor. Die planmäßige Landung der "Atlantis" am Mittwoch in Florida wurde aber durch einen Hurrikan gefährdet. In bereits sechs Wochen soll die erste Besatzung an Bord der neuen Raumstation eintreffen.

Die Besatzung der "Atlantis" baute am Samstag ein besonderes Laufband in der Raumstation ein und lud auch die letzten Teile der Fracht um. Bei dem Laufband handelt es sich natürlich nicht um eines der gewöhnlichen Geräte, wie sie in jedem Fitness-Studio zu finden sind. Es ist so konstruiert worden, dass die Astronauten beim Laufen keine Schwingungen auf die Station übertragen. Es ist der erste Versuch mit einem Laufband im All. Ein Fahrrad ist schon in der ISS. Mit diesen Geräten wollen die Astronauten dem Muskelschwund entgegenwirken, der durch die Schwerelosigkeit im All entsteht.

Weniger erfolgreich war die Crew dagegen mit der Aktivierung einer russischen Batterie gewesen, die sie erst am Mittwoch installiert hatte. Obwohl funkelnagelneu, lud sich der Akku nicht auf. Jetzt sollen die ersten längerfristigen Bewohner im November die schadhafte Batterie auswechseln.

Ob die "Atlantis" wie geplant in Florida in der Nacht zum Mittwoch landen kann, hängt von der weiteren Entwicklung des Hurrikans "Gordon" ab. Im Raumfahrtzentrum Cape Canaveral wurde auf jeden Fall schon alles vorbereitet, um die Raumfähre "Discovery" notfalls wieder von der Startrampe in den Hangar zurückzurollen. Sie sollte am 5. Oktober zu einer Aufbaumission zur ISS starten.

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