Internationale Raumstation : US-Astronautin mit neuem Weltraumrekord

Die US-Astronautin Sunita Williams hat innerhalb einer Woche zum zweiten Mal einen Raumfahrtrekord aufgestellt. Sie war mehr als 29 Stunden im Außeneinsatz.

Washington - Nach ihrem vierten Außenbordeinsatz an der Internationalen Raumstation (ISS) hat die Amerikanerin mit 29 Stunden und sieben Minuten mehr als jede andere Astronautin zuvor im Weltall gearbeitet. Bisherige Rekordhalterin war die US- Astronautin Kathryn Thornton mit einem Aufenthalt von rund 21 Stunden.

Die beiden Raumfahrer Sunita Williams und Michael Lopez-Alegria hatten bei ihrem dritten Außenbordeinsatz innerhalb von neun Tagen unter anderem zwei große Abdeckungen entfernt und im Weltall entsorgt. Die Verkleidungen, die so groß wie ein Doppelbett sind, dienten NASA-Angaben zufolge bisher zur Hitzeabdämmung und würden jetzt nicht mehr benötigt.

Die Astronauten arbeiteten außerdem weiter an einem Kabelsystem, das Energie von den Solarsegeln der Raumstation zu den angedockten Raumfähren liefern wird. Mit der neuen Stromquelle können die Space- Shuttle künftig bis zu zwölf Tage statt bislang maximal acht Tage an die ISS andocken. Die "Endeavour" wird im Juni als erste Weltraumfähre zu einem längeren, auf 14 Tage geplanten Einsatz zur ISS fliegen.

Nach den drei US-Außenbordeinsätzen am 31. Januar, am 4. Februar und am Donnerstag sollen der US-Astronaut Lopez-Alegria und der russische Astronaut Michael Tyurin am 22. Februar erneut die ISS verlassen, um weitere Arbeiten an der Raumstation zu verrichten. Nie zuvor hatte es mehr Außenbordeinsätze innerhalb eines Monats gegeben, erklärte die US-Raumfahrtbehörde Nasa. Auch Raumfahrer Michael Lopez- Alegria ist dabei, einen neuen US-Raumfahrtrekord aufzustellen: Mit insgesamt 10 Außenbordeinsätzen wird er nach dem Einsatz am 22. Februar zum US-Astronauten mit der häufigsten Arbeiten im All. In der Gesamtwertung der Außenbordeinsätze ist ihm dann nur noch der Russe Anatoly Solovyev mit insgesamt 16 Einsätzen überlegen. (tso/dpa)

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