Internet : Erregte Debatte über Sexfilm der EU-Kommission

Mit einem kurzen aber heißen Streifen im Internet hat die EU-Kommission für einige Aufregung gesorgt. Empörte Surfer werfen Brüssel Pornographie, Propaganda und Geldverschwendung vor.

Sexfilm
Let's come together. Mit diesen Worten endet der kurze aber brisante Werbefilm. -Screenshot: tagesspiegel.de

BrüsselWenige europäische Bürger wissen, was sich die EU-Politiker in Brüssel Tag für Tag so alles ausdenken. Um ihre Inhalte dem Bürger nahe zu bringen, hat die EU-Komission vergangenen Freitag ihr Angebot "EU Tube" auf der US-Filmseite YouTube gestartet. Dort sollen Videos mit streng europäischem Fokus und Blickwinkel verbreitet werden.

Als absoluter Hit des Angebots hat sich dabei ein Werbeclip für die EU-Filmförderung mit einer Länge von nur 44 Sekunden erwiesen, der Sexszenen aus erfolgreichen europäischen Filmen von "Die fabelhafte Welt der Amélie" bis "Breaking the Waves" zusammenschneidet. Insgesamt 18 Paare sind in dem Film mit dem doppeldeutigen Motto "Let's Come Together" zu sehen, die wilden Sex an den verschiedensten Orten haben.

Zumindest für einige Aufregung hat die EU-Kommission mit dem heißen Streifen im Internet gesorgt. Empörte Surfer warfen Brüssel jedoch "Pornographie", "Propaganda" und "Geldverschwendung" vor. Der britische Parlamentarier Godfrey Bloom von der Anti-Europa-Partei sagte gegenüber Bild-online, die Kampagne aus Brüssel sei "billig, geschmacklos und schäbig". Und auch in Polen ist die Empörung groß, denn in dem Werbeclip ist auch schwuler Sex zu sehen.

Rund 300.000 Mal wurde der Film bereits angeschaut. Er endet mit Orgasmusschreien und der Einblendung "Kommen wir zusammen. Millionen Filmfreunde lieben das europäische Kino." Die Kommission will den Werbeclip für ihre Filmförderung aber trotz der Proteste nicht von der Seite nehmen, wie ein Sprecher sagte: "Wir können stolz sein auf ein starkes europäisches Kino, das starke Gefühle zeigt." (mit AFP)



  

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