Inzest : Australier zeugt mit seiner Tochter ein Kind

In Australien sorgen ein Vater und seine Tochter für Aufsehen, die gemeinsam ein Kind haben und um Verständnis für ihre Liebesbeziehung bitten. "Natürlich wusste ich, dass das illegal ist, aber wissen Sie, was soll's?", sagt John Deaves.

Deaves
Vater und Tochter John und Jenny Deaves dürfen keine sexuellen Kontakte mehr haben. -Foto: AFP

SydneyDie 39-jährige Jenny Deaves ist am Sonntagabend in einer Sendung des australischen Fernsehens aufgetreten, in der sie auch ihre neun Monate alte Tochter Celeste vorführte. Deren Vater, der 61 Jahre alte John Deaves, ist zugleich ihr Großvater. Den beiden wurde von einem Gericht in South Australia auferlegt, sich drei Jahre lang nichts zuschulden kommen zu lassen; außerdem dürfen sie künftig keine sexuellen Kontakte mehr haben. Deaver hatte seine Tochter erst kennengelernt, als sie 31 Jahre alt war. Von der Mutter hatte er sich dreißig Jahre zuvor getrennt.

"John und ich führen diese Beziehung wie zwei zustimmende Erwachsene", sagte Jenny Deaves. "Wir wollen nur ein wenig Respekt und Verständnis." Sie habe schon bald nach dem ersten Treffen mit ihrem Vater eher den Mann als den Elternteil in dem sehr viel Älteren gesehen, berichtete sie. "Ich sah ihn und dachte, oh, der ist nicht schlecht." Ihr Vater und Geliebter John sagte, er wisse sehr genau, dass Inzest verboten sei. "Aber die Gefühle gewinnen die Oberhand", sagte der 61-Jährige. "Ich wusste, dass das illegal ist, natürlich wusste ich, dass das illegal ist, aber wissen Sie, was soll's?"

Das Paar aus South Australia, das einander wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich ist, hatte schon im Jahr 2001 ein gemeinsames Kind bekommen, das jedoch nach wenigen Tagen wegen eines angeborenen Herzfehlers starb. Der Richter, der das Sexverbot über die beiden verhängte, zeigte sich in seiner Urteilsbegründung gemäßigt verständnisvoll. Die beiden seien ja "praktisch Fremde" für einander gewesen, als sie sich kennenlernten. "Dies ist ja kein Fall, wo der Vater seine Tochter vergewaltigt und mit seiner Autoritätsposition ihre Machtlosigkeit ausnutzt", schrieb Richter Steven Millsteed auf der Website des Bezirksgerichts. (smz/AFP)

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