Welt : Iran: Starb Prinzessin Leila an einer Überdosis Schlaftabletten?

Die Schah-Tochter Prinzessin Leila Pahlavi (31) hat nach Informationen der "Times" eine Überdosis Schlaftabletten genommen, nachdem sie die Fernsehnachrichten über die Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mohammed Chatami gesehen hatte. Sein großer Sieg habe ihr erneut klargemacht, dass ihre Familie nie wieder auf den persischen Pfauenthron zurückkehren werde, berichtete die britische Zeitung am Mittwoch. Sie sei dadurch "sehr deprimiert" gewesen.

Die jüngste Tochter des 1979 gestürzten Schahs war am Sonntagabend tot in einer Hotelsuite in London gefunden worden. Eine Obduktion ergab keine eindeutige Todesursache. In London wurde deshalb am Mittwoch eine offizielle Untersuchung eingeleitet.

"Sie hatte keine Vorstellung davon, wie es weitergehen würde und was sie mit ihrem Leben machen sollte", sagte einer ihrer amerikanischen Freunde der "Times". "Sie wusste nur, dass es keinen Weg mehr zurück zu der imperialen Pracht von früher gab."

Begraben werde sie voraussichtlich in Paris, der Stadt, wo sich ihre Mutter nach der islamischen Revolution von 1979 niedergelassen hatte. Obwohl die Familie weiter in größtem Luxus lebte, empfand Leila das Exil als große Demütigung. Als kleines Mädchen hatte sie im Palast ihres Vaters eine riesige eigene Wohnung mit begehbaren Kleiderschränken und Telefon an der Badewanne gehabt. Ihr Vater wurde als "König der Könige" und "Vize-Regent Gottes" angeredet.

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