Israel : Neun Monate Haft für Schweinekopf-Werfer

Ein Israeli ist für einen Angriff auf eine Moschee zu neun Monaten Haft verurteilt worden. Der Mann hatte einen in ein Palästinensertuch gehüllten Schweinekopf mit der Aufschrift "Mohammed" in das islamische Gotteshaus Hassan Bek zwischen Tel Aviv und Jaffa geworfen.

Jerusalem - Der 35-Jährige hatte die Tat vor Gericht gestanden. Er begründete sie mit seinem Hass auf Palästinenser. Mit dem Schweinekopf-Wurf habe er den Rückzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen verhindern wollen. Der Richter sagte bei der Urteilsverkündung, es sei unnötig zu erklären, wie schwer das Delikt sei.

Das "geplante und absichtliche Verhalten" habe die brüchigen Beziehungen zwischen den verschiedenen Gruppen der israelischen Gesellschaft gefährdet, hieß es in der Urteilsbegründung. Im Kühlschrank des Verurteilten hatte die Polizei noch einen weiteren Schweinekopf entdeckt. Diesen habe er ebenso in eine Moschee werfen wollen, um Ausschreitungen der Muslime in Jaffa zu provozieren. Schweine werden von Juden und Muslimen als unreine Tiere betrachtet. (tso/AFP)

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