Update

Jahreswechsel : So feierte die Welt Silvester

Das Jahr 2012 ist da. Von Samoa über Berlin bis nach Hawaii feierten auf der ganzen Welt Milliarden Menschen den Jahreswechsel. Auf den Philippinen wurden fast 500 Menschen durch Silvesterböller verletzt.

Feiernde in Köln. Es müssen nicht immer Böller sein, auch eine Wunderkerze kann entzücken.Weitere Bilder anzeigen
Foto: dpa
01.01.2012 12:13Feiernde in Köln. Es müssen nicht immer Böller sein, auch eine Wunderkerze kann entzücken.

Farbenprächtige Feuerwerke und ausgelassene Partys: Das Jahr 2012 ist da. Auf der ganzen Welt haben Milliarden Menschen den Jahreswechsel ausgiebig und fröhlich gefeiert. Als erste ließen die Einwohner von Samoa, Tokelau und der Linie-Inseln im Pazifik das Jahr 2011 hinter sich. Danach feierten die Menschen in Sydney, Peking und Moskau Silvester - bevor auch in Deutschland die Sektkorken knallten und die Feuerwerksraketen explodierten. In New York bejubelten um 6.00 Uhr MEZ etwa eine Million Menschen den Jahreswechsel.

Am Brandenburger Tor in Berlin, bei Deutschlands größter Silvesterparty, bejubelten Hunderttausende ein spektakuläres Feuerwerk. Lachende Menschen lagen sich in den Armen und stießen mit Sekt im Plastikbecher auf 2012 an. Währenddessen fegten die Scorpions mit „Rock you like a hurricane“ über die Bühne. Lesen Sie hier unseren Live-Blog der Berliner Ereignisse.

Schon Stunden zuvor hatten Besucher aus aller Welt die Straße des 17. Juni in einen Hexenkessel verwandelt. Ausgelassen tanzten, sangen und hüpften sie zu den Songs deutscher und internationaler Stars, die sich auf der riesigen Hauptbühne abwechselten. Dabei heizten unter anderem die Hermes House Band, DJ Ötzi, Marianne Rosenberg und Udo Jürgens dem Partyvolk kräftig ein.

Die Veranstalter hatten für die Silvesterparty eine eindrucksvolle Kulisse geschaffen: Im Himmel wiesen gewaltige Lichtkegel den Besuchern den Weg, Videosäulen und zahlreiche Scheinwerfer tauchten die Freiluftdisco in das richtige Licht. Auf der etwa zwei Kilometer langen Partystraße zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule drängten sich die Menschen - kurz vor 23 Uhr meldete die Polizei: „Es kommt keiner mehr auf die Festmeile.“

Silvester 2011 in Berlin
Mit Knallern und Raketen. Zum Jahreswechsel erleuchtete wieder spektakuläres Feuerwerk den Berliner Himmel. Erstmals waren auch gefährlichere Böller erlaubt. Es gab mehr Verletzte als in den Vorjahren.Weitere Bilder anzeigen
1 von 18Foto: dpa
01.01.2012 00:48Mit Knallern und Raketen. Zum Jahreswechsel erleuchtete wieder spektakuläres Feuerwerk den Berliner Himmel. Erstmals waren auch...

Deutlich früher als in Deutschland - um 11 MEZ - begrüßten die rund 200 000 Einwohner von Samoa, Tokelau und der Linie-Inseln im Pazifik das Jahr 2012. Dafür hatten Samoa und die zu Neuseeland gehörenden Tokelau-Inseln allerdings erst Zeitgeschichte schreiben müssen: Sie gehörten bislang zu den Letzten, die ein neues Jahr begrüßten. Nun ließen sie aber den 30. Dezember ganz aus und ließen als erste die Sektkorken knallen.
Die Australier genossen das spektakuläre Feuerwerk in Sydney bei sternenklarem Himmel. In Neuseeland hatten die Menschen weniger Glück: Heftiger Wind und starker Regen vermiesten die Stimmung. Bei einem Konzert unter freiem Himmel rutschten in dem Schlamm sogar mehrere Menschen aus und verletzten sich teilweise schwer. Besser erging es den Feiernden in Moskau. Auf dem berühmten Roten Platz begrüßten zahlreiche Menschen das neue Jahr, während die Raketen minutenlang im Himmel explodierten. Auch in Istanbul und Ankara sangen und tanzten die Feiernden in den Straßen.

In Japan feierten die Menschen mit Glockenschlägen nach einem Jahr furchtbarer Natur- und Atomkatastrophen den Beginn des „Jahres des Drachen“. Millionen Besucher strömten in der Neujahrsnacht in die Tempel und Schreine des Inselreiches, um die Götter um Segen und bessere Zeiten zu bitten. Um Mitternacht erklangen im ganzen Land kilometerweit hörbar 108 Mal die Glocken der Heiligtümer. Sie sollen die 108 Begierden des Menschen oder die 108 Übel des alten Jahres vertreiben.

Fast 500 Verletzte durch Silvesterböller auf den Philippinen

Auf den Philippinen sind durch Silvesterböller und Pistolenschüsse in den vergangenen zehn Tagen 472 Menschen verletzt worden. Durch Feuerwerkskörper hätten 454 Menschen Verletzungen erlitten, sagte Gesundheitsminister Enrique Ona am Sonntag. 18 Menschen wurden von Irrläufern aus Pistolen und Gewehren getroffen, die Partygänger abgefeuert hatten. Das waren weniger Verletzte als im vergangenen Jahr: damals kamen sieben Menschen ums Leben und 546 wurden verletzt.
Dennoch wurde so heftig gezündet, dass mehrere Flüge in der Silvesternacht gestrichen wurden oder erst verspätet fliegen konnten, berichtete Ona. Die Sicht durch den Rauch der Knallkörper war in manchen Städten zeitweise auf Null gesunken.

Zwei Tote bei Silvesterunfällen in Deutschland

Berlin feiert: Willkommen 2012!

Feiernde in Köln. Es müssen nicht immer Böller sein, auch eine Wunderkerze kann entzücken. Mit Knallern und Raketen. Zum Jahreswechsel erleuchtete wieder spektakuläres Feuerwerk den Berliner Himmel. Erstmals waren auch gefährlichere Böller erlaubt. Es gab mehr Verletzte als in den Vorjahren.

Die Stadt Peking begrüßte das neue Jahr mit einem Countdown am Himmelstempel. Die letzten Sekunden des Jahres 2011 wurden zum Abschluss einer Lasershow auf das 600 Jahre alte Wahrzeichen der chinesischen Hauptstadt projiziert. Die Pekinger Bürger waren allerdings nicht eingeladen, weil die kommunistischen Führung Chinas jede Ansammlung von Volksmassen als unkalkulierbares Sicherheitsrisiko fürchtete. Nur wenige VIP-Gäste durften bei Temperaturen knapp unter Null Grad Celsius live dabei sein.

In London gibt es wie in jedem Jahr das größte Silvester-Fest an der Themse, unweit des Riesenrads London Eye und des Big-Ben. Das etwa zehn Minuten lange Feuerwerk mit Musik-Begleitung werden aus der Nähe rund 250 000 Zuschauer sehen dürfen - wer einen Platz wollte, musste früh da sein. Auch der Trafalgar Square im Herzen der Stadt ist beliebtes Ziel zum Anstoßen um Mitternacht. Auf den Pariser Champs-Élysées drängten sich Hunderttausende.

Karnevalsstimmung unterm Zuckerhut: Am Copacabana-Strand in Rio de Janeiro und in der größten brasilianischen Stadt São Paulo begrüßten Millionen Menschen das neue Jahr.
Sechs Stunden nach Deutschland rutschten schließlich die New Yorker ins neue Jahr. Unter dem Jubel von rund einer Million Menschen senkte sich die berühmte Kristallkugel, von Lady Gaga per Knopfdruck in Bewegung gesetzt, um Mitternacht über dem Times Square.

Während eine dichte Konfettiwolke auf die Zuschauermenge regnete, stimmten Hunderttausende am Broadway und in den umliegenden Straßenschluchten den Sinatra-Song „New York, New York“ an.
Den Schluss bildet Hawaii: Um 11 Uhr MEZ verabschieden die Menschen dort als Letzte das alte Jahr. (dpa)

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben