Jahreswechsel : So feierte die Welt Silvester

Frohes Neues! Milliarden Menschen haben rund um den Erdball das neue Jahr begrüßt. In Berlin hüpfen Tausende einen eigenartigen Tanz, in Dubai strahlt das welthöchste Gebäude im Feuerwerk, am Hindukusch tanzen Soldaten der Nato mit Maschinenpistole. In Indien wird getrauert. 2013 ist da.

Feiernde auf dem Times Square in New York.Weitere Bilder anzeigen
Foto: dpa
01.01.2013 01:48Feiernde auf dem Times Square in New York.

Spektakuläre Feuerwerke erleuchteten unter anderem das Brandenburger Tor, die Oper von Sydney und den Roten Platz. In BERLIN feierten nach Veranstalterangaben mehr als eine Million Menschen vor dem Brandenburger Tor dem neuen Jahr entgegen. Auf Deutschlands größter Silvesterparty hüpfte eine Menschenmenge ausgelassen den „Gangnam-Style“ und sang vor der Konzertbühne zu den Livesongs von Bonnie Tyler, Oceana, den Pet Shop Boys und Jürgen Drews. Um Mitternacht startete das bebende Herz von Berlin mit einem zehnminütigen Feuerwerk ins Jahr 2013. Auch bundesweit wurde kräftig geböllert. Menschenmengen genossen den Funkenregen über dem Stuttgarter Schlossplatz, der Kieler Förde oder der Kölner Domplatte. 115 Millionen Euro haben die Bundesbürger für Feuerwerk ausgegeben.

Der Nachthimmel über dem Opernhaus in Sydney leuchtete schon um 14.00 Uhr deutscher Zeit, als AUSTRALIEN den ersten Tag des neuen Jahres beging. Mehr als eine Million Besucher waren dabei. Popstar Kylie Minogue trat auf und mehr als sieben Tonnen Feuerwerk explodierten über der berühmten Oper der Millionenstadt.

Wenige Zeitzonen weiter, in JAPAN und CHINA, ging es in der Neujahrsnacht etwas ruhiger zu. Der Jahreswechsel wird in China traditionell erst während des Frühlingsfestes gefeiert. In Tokio und anderen Städten hielten Geistliche Rituale in Schreinen und Tempeln ab - rund 100 Millionen Menschen werden dort in den kommenden drei Neujahrstagen um Gesundheit und Erfolg bitten.

So feiert die Welt ins neue Jahr
Feiernde auf dem Times Square in New York.Weitere Bilder anzeigen
1 von 32Foto: dpa
01.01.2013 01:48Feiernde auf dem Times Square in New York.

Party derweil in RUSSLAND: Auf dem Roten Platz haben zahllose Menschen in Moskau das neue Jahr begrüßt. Traditionell läutete die Uhr am Spasski-Turm des Kreml das neue Jahr ein. Minutenlang explodierten allein am Kreml etliche Raketen im Himmel über der russischen Hauptstadt und bildeten mit den Zwiebeltürmen eine märchenhafte Kulisse. Nachdem es tagsüber stark geschneit hatte, blieb es um Mitternacht bei etwa minus acht Grad aber trocken.

So feierte Berlin ins Jahr 2013
6.000 Raketen wurden über dem Brandenburger Tor in die Luft gebracht: Berlin feierte Silvester wie gewohnt auf großem Fuße. Was in der Nacht geschah, sehen Sie in dieser Bildergalerie - und hier geht's zu Fotos vom Neujahrstag, an dem so mancher Berliner topfit ins neue Jahr startete.Weitere Bilder anzeigen
1 von 20Foto: dpa
01.01.2013 01:486.000 Raketen wurden über dem Brandenburger Tor in die Luft gebracht: Berlin feierte Silvester wie gewohnt auf großem Fuße. Was in...

Ein als Väterchen Frost verkleideter Mann lief in KIRGISTAN mit Gefolge durch die Straßen, in Johannesburg in SÜDAFRIKA ging es beim jährlichen Karneval am 31. Dezember bunt zu. Das erste öffentliche Silvesterfest fand in BIRMA statt: Zehntausende junge Menschen feierten in Rangun ausgelassen zu Rockmusik und Tanz. Bisher hatte das Militärregime die Feiern stets verboten.

Auch im Nahen Osten haben zahllose Menschen das neue Jahr mit Spektakel und Partys willkommen geheißen. Ein buntes Feuerwerk tauchte im Golfemirat DUBAI das höchste Gebäude der Welt in Rot, das 828 Meter hohe Burj Khalifa. In AFGHANISTAN feierten Soldaten der NATO: In ihrem Hauptquartier in Kabul tanzten um Mitternacht Angehörige der ISAF-Mission beschwingt in das Jahr 2013. Trotz der Partystimmung trugen sie häufig Uniform und schwere Waffen.

Helden der Silvesternacht
Harun Dilek, 24, Spätverkäufer am Mehringdamm: "An Silvester sind wir zu fünft. Zwei stehen hinter der Kasse, der Rest passt auf, dass Betrunkene keine Flaschen umwerfen. So ungefähr jedenfalls. Letztes Jahr hatten wir mal 70 Leute gleichzeitig bei uns im Laden, das sah aus wie eine richtige Silvesterparty, mein Kollege hat es mit seinem Smartphone aufgenommen. Ich schätze, die ersten Menschenmassen kommen so gegen 11 Uhr, die wollen ja alle hoch auf die Spitze des Kreuzbergs zu dem Denkmal im Viktoriapark, weil sie von dort einen Panoramablick über die ganze Stadt haben. Hier unten am Mehringdamm kann man ab Viertel nach zwölf überhaupt nichts mehr erkennen, weil alles zugeraucht ist von den ganzen Böllern. Ich seh’ dann nicht mal mehr das rote Logo vom Kaiser’s drüben in der Bergmannstraße. Damit die Kunden zu uns finden, stellen wir vorne am Eingang zwei Boxen und eine LED-Kugel auf. Manchmal wird es so voll, dass sich eine Schlange vor der Tür bildet, da hilft die Musik beim Anstehen. Beliebt sind Sekt und Wein, aber auch „Pilsator“ für 60 Cent – das billigste Bier, das wir haben. Gut gehen an Silvester auch unsere Blechdosen mit Kondomen drin. Drei Stück für zwei Euro. Und natürlich Feuerzeuge. Zwei Dinge mag ich nicht so. Erstens: Wenn Kunden an Silvester auf die Idee kommen zu handeln. So „Ey komm, zur Feier des Tages mal ein Freibier, okay?“. Zweitens: Wenn Kunden Mitleid zeigen. „Ihr armen Schweine, Ihr müsst hier arbeiten, während alle anderen feiern.“"Alle Bilder anzeigen
1 von 7Foto: Mike Wolff
29.12.2012 11:51Harun Dilek, 24, Spätverkäufer am Mehringdamm: "An Silvester sind wir zu fünft. Zwei stehen hinter der Kasse, der Rest passt auf,...

In INDIEN fielen dieses Jahr viele Silvesterpartys aus. Der Tod eines 23 Jahre alten Vergewaltigungsopfers überschattet das Land. Mehrere Discos in Neu Delhi sagten ihre traditionellen Feste ab. In den vergangenen Tagen waren Tausende Inder zu Protesten auf die Straße gegangen, nachdem die Frau von mehreren Männern geschlagen und vergewaltigt worden war. Statt Partys gab es Kerzenmahnwachen.

Otto Kern ist tot

Briefe der Garbo an den Ort ihrer Sehnsucht

Der große Bergbau-Bluff

Der gute Kapitalist

Stiller Jahreswechsel ebenso in FRANKREICH: Ohne Böller und Feuerwerk hat das neue Jahr in Paris begonnen. Pyrotechnik ist in der französischen Hauptstadt seit Jahren verboten. In diesem Jahr gab es aus Sicherheitsgründen zudem auch kein Großfeuerwerk am berühmten Eiffelturm. Dennoch strömten bei ungemütlich-regnerischem Wetter Tausende in die zentralen Arrondissements der Stadt des Lichts.

In NEW YORK begrüßten rund eine Million Menschen mit viel Jubel, Konfetti und ausgelassenem Gesang das neue Jahr auf dem Times Square. Traditionell wurde um Mitternacht ein leuchtender Ball an einem Fahnenmast herabgesenkt und das Lied „Auld Lang Syne“ angestimmt.

Willkommen im Jahr 2013!

6.000 Raketen wurden über dem Brandenburger Tor in die Luft gebracht: Berlin feierte Silvester wie gewohnt auf großem Fuße. Was in der Nacht geschah, sehen Sie in dieser Bildergalerie - und hier geht's zu Fotos vom Neujahrstag, an dem so mancher Berliner topfit ins neue Jahr startete. Feiernde auf dem Times Square in New York. Harun Dilek, 24, Spätverkäufer am Mehringdamm: "An Silvester sind wir zu fünft. Zwei stehen hinter der Kasse, der Rest passt auf, dass Betrunkene keine Flaschen umwerfen. So ungefähr jedenfalls. Letztes Jahr hatten wir mal 70 Leute gleichzeitig bei uns im Laden, das sah aus wie eine richtige Silvesterparty, mein Kollege hat es mit seinem Smartphone aufgenommen. Ich schätze, die ersten Menschenmassen kommen so gegen 11 Uhr, die wollen ja alle hoch auf die Spitze des Kreuzbergs zu dem Denkmal im Viktoriapark, weil sie von dort einen Panoramablick über die ganze Stadt haben. Hier unten am Mehringdamm kann man ab Viertel nach zwölf überhaupt nichts mehr erkennen, weil alles zugeraucht ist von den ganzen Böllern. Ich seh’ dann nicht mal mehr das rote Logo vom Kaiser’s drüben in der Bergmannstraße. Damit die Kunden zu uns finden, stellen wir vorne am Eingang zwei Boxen und eine LED-Kugel auf. Manchmal wird es so voll, dass sich eine Schlange vor der Tür bildet, da hilft die Musik beim Anstehen. Beliebt sind Sekt und Wein, aber auch „Pilsator“ für 60 Cent – das billigste Bier, das wir haben. Gut gehen an Silvester auch unsere Blechdosen mit Kondomen drin. Drei Stück für zwei Euro. Und natürlich Feuerzeuge. Zwei Dinge mag ich nicht so. Erstens: Wenn Kunden an Silvester auf die Idee kommen zu handeln. So „Ey komm, zur Feier des Tages mal ein Freibier, okay?“. Zweitens: Wenn Kunden Mitleid zeigen. „Ihr armen Schweine, Ihr müsst hier arbeiten, während alle anderen feiern.“"

Zuvor waren bereits Stars wie Taylor Swift, Carly Rae Jepsen („Call Me Maybe“) und der koreanische Rapper Psy („Gangnam Style“) aufgetreten. Bei eisigen Temperaturen waren viele Menschen schon am Vormittag zum Times Square gekommen, um sich die besten Plätze bei dem auch live im US-Fernsehen übertragenen Spektakel zu sichern. Schlusslicht bildet HAWAII, wo es erst um 11.00 Uhr MEZ heißt: Happy New Year.

Die ersten, die ins neue Jahr rutschten, waren die Einwohner auf SAMOA und den LINIE-INSELN im Pazifik. Samoa hatte erst im vorigen Jahr Zeitgeschichte geschrieben. Die Bewohner gehörten zuvor zu den letzten, die das neue Jahr begrüßten. Am 29. Dezember 2011 sprangen sie über die Datumsgrenze, indem sie die Uhr 24 Stunden vorstellten. (dpa)

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

8 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben