Jamaika : 90 Menschen bei Bruchlandung verletzt

Eine Horrorvorstellung: Die Maschine landet, doch bleibt nicht rechtzeitig stehen. Genau das passierte am Dienstag auf Jamaika. Die Maschine brach auseinander. Mindestens 90 Passagiere wurden verletzt.

Bei der Bruchlandung einer US-Passagiermaschine auf der Karibik-Urlauberinsel Jamaika sind 91 Menschen verletzt worden. Die Boeing 737 der American Airlines raste am Dienstagabend (Ortszeit) bei der Landung auf dem Flughafen von Kingston über die Landebahn hinaus, durchbrach eine Absperrung und kam erst am Strand zum Stehen. Nach Medienberichten brach die Maschine auseinander.

Das Flugzeug mit 154 Insassen an Bord habe bei heftigem Regen zunächst eine normale Landung hingelegt, berichtete der Chef des Fernsehsenders TV Jamaica, Milton Walker. Während die Urlauber bereits applaudierten, habe es laut Zeugenberichten einen lauten Knall gegeben und die Sauerstoffmasken seien von der Decke gefallen. Der Passagierjet schoss über die Landebahn hinweg, durchbrach die Flughafenumzäunung, raste über eine Straße und kam erst am Strand zum Halten. Ein Triebwerk der Maschine brach nach Behördenangaben ab, Teile des Fahrwerks gingen zu Bruch. Laut TV Jamaica zerbrach das Flugzeug in drei Teile.

Nach Angaben von Informationsminister Daryl Vaz wurden 91 Menschen verletzt. Die meisten Opfer erlitten Knochenbrüche sowie Schnitt- und Schürfverletzungen. Niemand schwebe in Lebensgefahr. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Passagierin Betrie Carr-Cameron kritisierte gegenüber AFP, die Rettungskräfte seien erst mit Verspätung an der Unglücksstelle eingetroffen. Nachdem sie das Flugzeug verlassen hätten, hätten die Insassen 20 Minuten neben der Maschine auf Hilfe warten müssen. Airport-Sprecher betonten dagegen, die ersten Helfer seien binnen fünf Minuten vor Ort gewesen.

Die American-Airlines-Maschine war von Washington über Miami nach Jamaika geflogen. Nach dem Unglück wurde der Flughafen von Kingston für den Flugverkehr gesperrt, alles Flüge wurden nach Montego Bay im Westen der Insel umgeleitet. Beamte der US-Verkehrssicherheitsbehörde und der Luftfahrtbehörde nahmen die Ermittlungen auf. (AFP)

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