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Japan : Mindestens fünf Tote bei eingestürztem Autobahntunnel

Einer der längsten Autobahn-Tunnel Japans in der Nähe von Tokio ist offenbar teilweise eingestürzt. Mehrere Autos wurden verschüttet oder standen in Flammen. Wegen weiterer Gefahr mussten die Bergungskräfte ihre Arbeit teilweise einstellen.

Rettungskräfte vor einem der Eingänge in den insgesamt 4,7 Kilometer langen Tunnel. Foto: dpa
Rettungskräfte vor einem der Eingänge in den insgesamt 4,7 Kilometer langen Tunnel.Foto: dpa

Beim teilweisen Einsturz eines Autobahntunnels in Japan sind am Sonntag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Ihre verkohlten Leichen seien in einem in Flammen aufgegangenen Fahrzeug gefunden wurden, teilte die Nationale Brand- und Katastrophenschutzbehörde mit. Mindestens sieben Menschen wurden Stunden nach dem Unglück noch vermisst. Der Einsturz ereignete sich nach Polizeiangaben etwa 80 Kilometer westlich der Hauptstadt Tokio im Sasago-Tunnel, mit 4,7 Kilometern einer der längsten Tunnel Japans. Die Feuerwehr musste sich ihren Weg durch Schutt und dichten Rauch bahnen.

Die Bergung der Eingeschlossenen und der Todesopfer werde daher viel Zeit beanspruchen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Zwischenzeitlich wurden die Bergungsarbeiten wegen der Gefahr eines Einsturzes des gesamten Tunnels für mehrere Stunden ausgesetzt. Nach offiziellen Angaben wurden Stunden nach dem Unglück noch sieben Menschen vermisst. Die Rettungskräfte befürchteten, dass sie unter heruntergestürzten Betonteilen verschüttet worden sein könnten. Spezialisten warnten, dass weitere Teile herabfallen könnten.

Eine 28-Jährige, die sich aus dem Tunnel retten konnte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie habe mit fünf weiteren Menschen in einem Auto gesessen. Über deren Schicksal wisse sie nichts. Ein zwischen Trümmern eingeschlossener Lastwagenfahrer meldete sich telefonisch aus dem Tunnel. Nach Angaben der Feuerwehr wurden mindestens zwei Menschen verletzt. Es handelte sich demnach um Frauen im Alter von 28 und 37 Jahren. Dutzende Menschen konnten den Tunnel nach dem Unglück durch Notausgänge verlassen. Bei kaltem Winterwetter warteten sie in der bergigen Region auf Hilfe.

In dem Tunnel stürzten auf mindestens 110 Metern Betonplatten, jede von ihnen anderthalb Tonnen schwer, auf die Fahrbahn und trafen mindestens zwei Autos, die in Flammen aufgingen. In Japan gibt es tausende meist mehrere hundert Meter lange Tunnel, die in der Regel gut instand gehalten werden. Ein Mitarbeiter des japanischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks NHK war in dem Tunnel unterwegs, als sich das Unglück ereignete.
„Ich habe es geschafft, aus dem Tunnel hinauszufahren und dabei Fahrzeuge gesehen, die offensichtlich feststeckten“, sagte er.

Überall sei „schwarzer Rauch“ gewesen. Ein Mann, der zum Zeitpunkt des Unglücks gerade etwa 50 Meter tief in den Tunnel hineingefahren war, sagte NHK, er habe ein Fahrzeug in Flammen aufgehen sehen. „Ich bekam solche Angst, dass ich sofort mein Auto verlassen und dann eine Stunde gebraucht habe, um nach draußen zu gelangen“, sagte der Mann. (AFP)

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