Welt : Japanerin stirbt nach Ablehnung in sieben Kliniken

Tokio - Der Tod einer jungen Mutter hat in Japan für öffentliche Empörung über den Zustand des Gesundheitssystems gesorgt. Anfang Oktober hatte ein Krankenwagen die Schwangere auf der Suche nach einem Krankenhaus durch Tokio gefahren, während sie in den Wehen lag und dabei eine Gehirnblutung erlitt. Erst das achte Krankenhaus nahm die Frau schließlich auf. Dort brachte sie ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt und wurde am Gehirn operiert. Drei Tage später starb sie an Hirnblutungen. Der Fall sei „extrem bedauerlich“, sagte ein Regierungssprecher. Der Ärztemangel sei in Japan ein „großes Problem“. Der Tod der Frau werde nun untersucht, erklärte ein Sprecher des Krankenhauses. Es müsse geklärt werden, ob die Verzögerung bei der Behandlung Ursache für den Tod der Frau sei. Japan leidet unter einem Ärztemangel, weil wegen schlechter Bezahlung immer weniger Japaner medizinische Berufe ergreifen. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar