Welt : Jetzt schon 170 Hepatitis-Fälle – ägyptisches Hotel schließt nicht

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Hurghada Die Zahl der registrierten Hepatitis-A- Fälle in einem ägyptischen Hotel hat sich auf rund 170 erhöht. Darunter seien knapp 140 Deutsche sowie Touristen aus anderen Staaten, teilte das Robert Koch-Institut am Montag in Berlin mit. Am Sonntag waren Behörden noch von mehr als 120 Fällen ausgegangen. Das Siva Grand Beach Hotel im ägyptischen Hurghada arbeite mit normaler Auslastung weiter, sagte Hotelsprecherin Gabi Kuth auf Anfrage. Sie sei überzeugt, dass sich die Touristen ihre Infektion außerhalb des All-Inclusive-Hotels geholt hätten. „Vielleicht waren sie irgendwo Eis essen“, fügte Kuth hinzu. Das Hotel sei derzeit mit 1000 Gästen gut ausgelastet. Die Touristen würden weiterhin aus der hoteleigenen Küche versorgt. Tatsächlich wurde die Infektionsquelle in Kairo bislang nicht entdeckt. Berichte, wonach das Hotel verunreinigten Fruchtsaft bezogen haben soll, bestätigten sich nicht. Das Tourismusministerium in Kairo erklärte am Montag, nach Bekanntwerden der Erkrankungen sei das Hotel von den Behörden inspiziert worden. Nur während dieser Zeit sei ein Teil der Küche geschlossen worden.

Menschen, die Kontakt zu den Betroffenen hatten, sollten sich impfen lassen, riet Gerd Burchard, Leiter der klinischen Abteilung des Hamburger BernhardNocht-Instituts für Tropenmedizin. Die so genannte Reisegelbsucht Hepatitis A wird oft durch den Verzehr von mit Hepatitis A-Viren verunreinigtem Wasser oder Lebensmitteln übertragen. Die Rewe Pauschaltouristik (Jahn Reisen, ITS, Tjaereborg) biete Gästen, die das Hotel bis Ende September reserviert haben, kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen an, teilte die LTU Touristik mit. Auch der Reiseveranstalter FTI hat das Hotel nicht aus dem Programm genommen. Ägypten-Reisenden werde dringend empfohlen, sich impfen zu lassen, sagte eine FTI-Sprecherin. dpa

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