Welt : Jetzt steckt auch der rettende Eisbrecher fest

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Buenos Aires (Reuters). Der argentinische Eisbrecher „Almirante Irizar“, der das deutsche Forschungsschiff „Magdalena Oldendorf“ aus dem strengen Winter der Antarktis befreien sollte, steckt jetzt selbst im Packeis fest. Beide Schiffe kämen zurzeit nur noch mit einer Geschwindigkeit von vier Kilometern pro Stunde voran, hieß es am Mittwoch auf der Internetsite der argentinischen Marine. Dicke, aufgetürmte Eisschollen blockierten ihnen die Fahrt. Gefahr drohe durch den großen Druck, mit dem das Eis auf den Bordwänden laste. Der Eisbrecher hat aber genügend Vorräte an Bord, um notfalls den Sommer abzuwarten, der auf der südlichen Erdhalbkugel im November beginnt. Die „Magdalena Oldendorf“ sollte russische Wissenschaftler in die Antarktis bringen, blieb aber dabei im Packeis stecken. Die meisten der 79 Forscher und 28 Besatzungsmitglieder wurden daraufhin mit Hubschraubern ausgeflogen. Die Wissenschaftler haben inzwischen die Motorenwerke Bremerhaven für das Scheitern ihrer Mission verantwortlich gemacht und Klage eingereicht. Sie werfen der Firma vor, den eigentlich für die Expedition vorgesehenen Eisbrecher „Akademik Fjodorow“ beschädigt und deshalb nicht bereitgestellt zu haben. Dies bestreitet die Werft.

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