John-Lennon-Friedens-Preis : Yoko Ono ehrt ganz Island

Der John-Lennon-Friedens-Preis geht in diesem Jahr nicht an eine Person, sondern gleich an ein ganzes Land - Island. Zudem bekommt jeder der 320.000 Einwohner eine kostenlose Fähr-Überfahrt auf die Insel Videy. Die Begeisterung der Isländer hält sich in Grenzen.

Yoko Ono:
Yoko Ono ehrt alle Isländer. -Foto: dpa

ReykjavikDie japanische Multikünstlerin Yoko Ono (75) hat alle Isländer mit dem "John-Lennon-Friedens-Preis" ausgezeichnet. Sie sei sehr stolz auf die aus ihrer Sicht "völlig neue Idee, einer ganzen Nation einen solchen Preis zuzusprechen", sagte die Witwe von Ex-Beatle John Lennon am Freitag in Reykjavik der Zeitung "Fréttabladid". Sie sprach den Preis allen 320.000 Isländern wegen ihrer "Verwendung geothermischer Wärme und des jahrzehntelangen Einsatzes von sauberer Energie aus“.

Der Preis ist mit 50.000 US-Dollar (37.000 Euro) dotiert. Die Dotierung muss sich Island noch mit dem indischen Dr. Vandana Shiva teilen, den Ono für seine "Friedens- und Umweltarbeit" auszeichnet. Die öffentliche Aufmerksamkeit hielt sich in Grenzen, weil die Isländer derzeit die schlimmste Finanzkrise ihrer Geschichte mit dem Zusammenbruch aller großen Banken und einem drohenden Staatsbankrott fürchten.

Immerhin bietet die in New York lebende Milliardärin den Inselbewohnern für eine Woche kostenlose Fähren-Überfahrten auf die Insel Videy vor den Toren Reykjaviks, um dort einen eigens errichteten "Imagine Peace Tower" zu besichtigen. Er soll vom 9. Oktober, Lennons Geburtstag 1940, bis zum 8. Dezember, dem Jahrestag seiner Ermordung 1980 in New York erleuchtet sein. (sgo/dpa)

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