Journalisten-Streik : Griechenland ohne Nachrichten

Wegen einer Korruptionsaffäre sind die Redakteure der griechischen Radio- und Fernsehsender in den Ausstand getreten. 24 Stunden lang gibt es im ganzen Land keine Nachrichten- und Informationssendungen.

Athen - Der Streit dauert genau einen Tag und soll am Mittwochmorgen um sechs Uhr enden. In allen elektronischen Medien wurden nur Musik- und Unterhaltungssendungen ausgestrahlt. Als Folge des Streiks sollen am Mittwoch auch keine Zeitungen erscheinen.

Hintergrund ist eine Korruptionsaffäre, die die Renten- und Pensionskasse der griechischen Journalisten betrifft. Beträge in dreistelliger Millionenhöhe der Altersversorgung sollen in Staatsanleihen investiert worden sein, wovon Börsenmakler mit übertrieben hohen Provisionen profitiert hätten.

Der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis hatte bereits am 28. April wegen dieses Skandals seinen Minister für Beschäftigung und Soziales, Savvas Tsitouridis, entlassen. Zudem fordert der Verband der griechischen Journalisten (ESIEA) mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für seine Mitglieder. (tso/dpa)

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