Jugendgewalt : Anwalt von U-Bahn-Schläger geht in Revision

Nach der Verurteilung der beiden Münchner U-Bahn-Schläger zu hohen Haftstrafen hat die Verteidigung im Fall des jüngeren Täters Revision eingereicht. Der zur Tatzeit 17-jährige Spyridon L. war am Dienstag zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

München Der Prozess um die U-Bahn-Schläger von München geht in die Verlängerung: Der Anwalt einer der beiden Münchner U-Bahn-Schläger hat bereits Rechtsmittel eingelegt. Er habe Revision für den jüngeren Angeklagten eingereicht, sagte dessen Verteidiger Wolfgang Kreuzer. "Bei dieser Strafhöhe wäre alles andere ein anwaltlicher Kunstfehler."

Das Landgericht München hatte den zur Tatzeit 17-jährigen Griechen Spyridon L. am Dienstag wegen versuchten Mordes zu achteinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Für den damals 20 Jahre alten Türken Serkan A. wandte die Jugendkammer das Erwachsenenstrafrecht an und ahndete die Tat mit zwölf Jahren Haft. Die beiden hatten kurz vor Weihnachten an einer U-Bahn-Station den 76-jährigen Bruno Hubertus N. mit Schlägen und Tritten lebensgefährlich verletzt, weil er sie auf das Rauchverbot in der U-Bahn hingewiesen hatte. (küs/dpa)

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