Welt : Junge in USA nach vier Jahren Entführung befreit

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St. Louis - Zwei entführte Jungen sind in den USA von der Polizei unversehrt befreit worden. Der 15-jährige Shawn Hornbeck war über vier Jahre in den Händen des mutmaßlichen Täters, des 41-jährigen Michael Devlin, der 13-jährige Ben Ownby war erst am Montag verschwunden. „Es ist ein Wunder, es ist der beste Tag unseres Lebens“, sagte überglücklich Shawns Stiefvater Craig Akers am Samstag. Shawn war während der Pressekonferenz anwesend, sagte jedoch nichts.

Die Polizei hatte die beiden Jungen befreien können, nachdem sie nach dem Verschwinden des Jungen Ben in Beaufort nördlich von St. Louis (Missouri) Hinweise auf ein Tatfahrzeug erhielt. Ein Schulkamerad Bens hatte demnach sehr präzise einen weißen Kleintransporter beschrieben, den er schnell habe fortfahren sehen, kurz nachdem Ben den Schulbus auf dem Weg nach Hause verlassen hatte. Nach Befragungen von Nachbarn des Verdächtigen war Devlin, ein Pizzeriamanager, als Besitzer festgenommen und dann die Wohnung durchsucht worden.

Die Polizei fand in der Wohnung des Tatverdächtigen in einem Apartmenthaus in Kirkwood neben Ben auch Shawn. Der Junge war am 6. Oktober 2002 in Richwoods verschwunden. Der damals Elfjährige war nach einem Fahrradausflug nicht mehr gesehen worden. Die Eltern widmeten seit dem Verschwinden ihres Kindes einen Großteil ihres Lebens dem Thema Kindesentführung und gründeten eine Stiftung, um anderen Eltern vermisster Kinder zu helfen. „Ich glaube immer noch, in einem Traum zu sein, aber diesmal ist es ein guter Traum und nicht der Albtraum, den wir viereinhalb Jahre hatten“, sagte die Mutter Shawns, Pam Akers. Nähere Details über die Umstände seiner Gefangenschaft wurden bislang nicht bekannt. „Als erstes wollte er zu McDonalds“, sagte der Vater. dpa

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