Welt : Junger Mann kidnappt Bus - Frau erstochen

Bei einem brutalen Geiseldrama in einem japanischen Überlandbus hat ein junger Mann am Mittwoch eine Frau erstochen. Wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete, hielt der mit einem 40 Zentimeter langen Messer bewaffnete Mann in der Nacht nach über neun dramatischen Stunden weiterhin sechs oder sieben weibliche Fahrgäste, darunter ein fünfjähriges Kind, sowie den Fahrer als Geiseln. Der 17 Jahre alte Täter hatte während eines Stopps in der westlichen Provinz Hiroschima drei Frauen freigelassen. Eine von ihnen, vermutlich im Alter von 68 Jahren, erlag später ihren Verletzungen, die beiden anderen wurden mit Stichwunden an Nacken und Brust ins Krankenhaus gebracht, hieß es unter Berufung auf die Polizei.

Der junge Mann hatte den Bus am Nachmittag auf der Fahrt von der auf der südlichen Hauptinsel Kyushu gelegenen Stadt Saga nach Fukuoka in seine Gewalt gebracht. Sein Motiv war in der Nacht weiter unklar. Wie es hieß, wollte er in die gut 600 Kilometer entfernte Hauptstadt Tokio weiterfahren. Er halte das fünfjährige Mädchen die ganze Zeit über fest umklammert und bedrohe es mit seinem Messer. Während eines weiteren nächtlichen Stopps an einer Autobahn-Raststätte verlangte der Kidnapper eine Toilette und ließ den Bus vermutlich auftanken, hieß es weiter. Dabei ließ er eine 72-jährige Frau unverletzt frei. Zuvor hatte er Süßigkeiten, eine Decke und eine schusssichere Weste gefordert. Die Gardinen vor den Busfenstern seien zugezogen.

Wie der Sender NHK weiter erfuhr, hatte der Kidnapper während der Fahrt über sein Handy die Polizei über die Geiselnahme informiert und eine Pistole und Bargeld verlangt. Die Polizei hatte daraufhin unter Begleitung von Pressehubschraubern die Verfolgung aufgenommen.

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