Justiz : Eltern wegen tödlicher Verbrühungen von Baby vor Gericht

Vor dem Bochumer Landgericht hat der Mordprozess um den Tod eines Babys begonnen, das vom Lebensgefährten seiner Mutter mit 60 Grad heißem Wasser verbrüht worden sein soll.

Bochum - Zum Auftakt des Verfahrens schwiegen der 29-Jährige und die ebenfalls angeklagte 22 Jahre alte Mutter zu den Vorwürfen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Nach Justizangaben soll sich der Lebensgefährte wiederholt über das Weinen und Quengeln des kleinen Jungen geärgert haben. Mitte November vergangenen Jahres duschte er dann laut Anklage das sieben Monate alte Kind mit dem heißem Wasser ab und fügte ihm damit Verbrühungen zweiten und dritten Grades zu.

Erst Stunden später sollen der Angeklagte und die Mutter ärztliche Hilfe gerufen haben; die Notärzte konnten nur noch den Tod des Kindes feststellen. Bereits ein knappes halbes Jahr zuvor soll der heute 29-Jährige das Kind seiner Lebensgefährtin zudem so stark geschüttelt haben, dass der Säugling einen Oberschenkelbruch erlitt. Für den Prozess sind zwölf weitere Verhandlungstage bis zum 9. November anberaumt. (tso/AFP)

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