Welt : Justiz noch nicht einig mit Boris Becker

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München (dpa). Im Rechtstreit um eine Steuerhinterziehung von Boris Becker in Millionenhöhe ist eine rasche Einigung mit milder Strafe und erheblicher Nachzahlung offenbar nicht in Sicht. Es habe erst ein einziges Gespräch der Verfahrensbeteiligten über eine Verständigung in der Strafsache gegeben, aber dabei sei noch keine Einigung erzielt worden, sagte die Münchner Justizsprecherin Wilma Resenscheck am Montag. Für eine Einigung lägen die Positionen noch viel zu weit auseinander. Die Justizsprecherin widersprach damit einem Bericht des „Spiegels“, wonach bereits eine Einigung erreicht worden sei. Laut „Spiegel“ soll Becker am ersten Tag seines Steuerprozesses ein Geständnis ablegen und sich damit ein langes Verfahren ersparen.

Bei einer Steuernachzahlung einschließlich Zinsen in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro könnte er dann mit einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung davonkommen, müsste also nicht hinter Gitter. Eine solche Lösung sei denkbar, „aber das ist mit Sicherheit noch nicht in dieser Form festgelegt“, erklärte Resenscheck.

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