Justiz : Schweiz liefert Polanski nicht an USA aus

Der in der Schweiz festgesetzte US-Regisseur Polanski darf sich wieder frei bewegen. Er wird beschuldigt, 1977 eine 13-Jährige sexuell missbraucht zu haben.

Roman Polanski
Roman PolanskiFoto: AFP

Die Schweizer Regierung lehnt die Auslieferung des Starregisseurs Roman Polanski an die USA ab. Polanski könne sich frei bewegen, sagte Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf am Montag.

Die Schweiz hatte Polanski Ende September vergangenen Jahres aufgrund eines US-Haftbefehls im Zusammenhang mit einem Missbrauchsfall im Jahr 1977 festgenommen, als er zu einem Filmfest nach Zürich reisen wollte. Seit Dezember stand der polnisch-französische Filmemacher in seinem Chalet in Gstaad unter Hausarrest, der nun aufgehoben wurde.

Der weltberühmte Regisseur soll die 13-jährige Samantha Geimer bei einer Feier in Los Angeles 1977 mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht und sexuell missbraucht haben. Die mittlerweile über vierzigjährige Frau meldete sich bereits mehrmals mit dem Wunsch zu Wort, das Verfahren solle eingestellt werden. Der heute 76-jährige Polanski hatte damals die Tat gestanden und 42 Tage im Gefängnis verbracht. Vor Verkündung des Strafmaßes 1978 setzte er sich nach Europa ab und kehrte seitdem nie in die USA zurück. (sf/AFP)

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