Welt : Juwelen der Krone – ein teures Erbe

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London - Die Versteigerung von Juwelen und anderen persönlichen Erinnerungsstücken der britischen Prinzessin Margaret hat einen Rekordansturm ausgelöst. Am ersten von zwei Auktionstagen bei Christie’s in London zahlten Monarchiefans und Schmucksammler am Dienstagabend insgesamt fast zehn Millionen Pfund (14 Millionen Euro). Allein eine kleine malvenfarbige Fabergé-Uhr, die Margaret von ihrer Großmutter Königin Mary geschenkt bekam, kam für umgerechnet 1,8 Millionen Euro unter den Hammer. Die „Poltimore-Tiara“, ein mit Diamanten besetzter Kopfschmuck, den die Prinzessin bei ihrer Hochzeit mit dem späteren Lord Snowdon trug, wurde für fast 1,4 Millionen Euro verkauft.

Den Wert der Tiara, die 1870 für Lady Poltimore gefertigt wurde, hatte Christie’s auf 150 000 bis 250 000 Pfund geschätzt. Der Zuschlag erfolgte dann bei 926 400 Pfund. Ein mit drei Rubinen besetzter Ring erbrachte 433 500 Euro. Eine Perlen- und Diamantenkette im Art-déco-Stil, die die kleine Schwester von Königin Elizabeth II. auf berühmten Fotoporträts von Cecil Beaton getragen hatte, wurde für 392 000 Euro ersteigert. Das Auktionshaus hatte ursprünglich mit einem Gesamterlös der Versteigerung von etwa drei Millionen Euro gerechnet.

Versteigert werden an den zwei Tagen rund 800 Objekte von Schmuck über Möbel bis hin zu zwei Regenschirmen. Die Kinder der 2002 verstorbenen Prinzessin Margaret, der Vicomte David Linley und Lady Sarah Chatto, verkaufen Teile des Nachlasses, um die Erbschaftsteuer zahlen zu können.

Die Versteigerung ist nicht unumstritten: Margarets Ex-Mann Lord Snowdon soll unglücklich über den Verkauf zumindest einiger Stücke sein. Er bezweifelte in einem Brief an Christie’s das Recht seiner Kinder, das Erbe zu verkaufen. Margaret hatte den als Antony Armstrong-Jones geborenen Fotografen 1960 geheiratet. Die Ehe hielt bis 1978. AFP

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