Kältewelle : Weitere Tote in Moskau

Die seit Tagen andauernde Extremkälte im Osten Europas hat in der russischen Hauptstadt Moskau weitere Opfer gefordert. In der Nacht zum Freitag erfroren sieben Menschen, berichtete die Agentur Interfax.

Moskau/Riga/Berlin - Rettungskräfte brachten mehr als 20 Menschen zur Behandlung in Krankenhäuser. In der lettischen Hauptstadt Riga wurde am Morgen mit minus 27 Grad die niedrigste Temperatur seit 100 Jahren gemessen.

Im Moskauer Stadtzentrum stiegen die Temperaturen im Tagesverlauf zwar von zuletzt 30 Grad Frost auf 25 Grad minus. Ein starker Ostwind machte jedoch jeden Schritt im Freien zur Qual. Zum Wochenende soll der Extremfrost weiter andauern.

Die Moskauer Behörden trafen umfangreiche Vorsorgemaßnahmen, um die Obdachlosen vor dem Kältetod zu schützen. Polizisten wurden ausdrücklich angewiesen, die Menschen nicht wie sonst üblich aus den U-Bahn-Stationen zu vertreiben. Auch die Stadtverwaltung in Riga wies nach Medienberichten die Bezirksämter an, öffentliche Gebäude zugänglich zu machen, damit Obdachlose einen warmen Platz zum Übernachten haben.

An der polnischen Ostgrenze fielen die Temperaturen in der Nacht auf minus 30 Grad. Seit Beginn des Winters sind in Polen nach Angaben der Polizei bislang 122 Menschen der Kälte zum Opfer gefallen. Diese Zahl sei aber nicht außergewöhnlich hoch. (tso/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben