Kalifornien : Tausende fliehen vor Buschbränden

Tausende Menschen haben vor einem Buschbrand in Kalifornien die Flucht ergriffen. Im Bezirk Santa Barbara wurde der Notstand ausgerufen. 75 Häuser sind den Flammen bisher zum Opfer gefallen.

Buschbrände in Kalifornien
Einwohner der Stadt Montecito beobachten ein Feuer über Santa Barbara. -Foto: dpa

San FranciscoDas ist die erste Bilanz des seit Mittwoch tobenden Buschfeuers in Kalifornien. Bis Donnerstagabend (Ortszeit) brannte eine mehr als elf Quadratkilometer große Fläche nahe Santa Barbara ab. Bei abflauenden Winden gelang es den rund 1400 Feuerwehrleute nach zweitägigem Einsatz aber immer mehr, die Flammen einzudämmen. Bislang konnte verhindert werden, dass die Feuersbrunst aus dem hügeligen Hinterland auf den Küstenort übergreift.

Mehr als 13.000 Anwohner waren dem Aufruf der Behörden gefolgt und verließen ihre Häuser. Einige Hausbesitzer hatten sich der Anweisung aber widersetzt. Jim McMullin zum Beispiel harrte in seinem Holzhaus aus, um es mit Wasserschläuchen vor den Flammen zu schützen. "Es war wirklich unheimlich, das würde ich nicht noch einmal tun", sagte der Kalifornier der Los Angeles Times. Sein Haus überstand das Feuer, aber mehrere Gebäude in der Nachbarschaft brannten ab. Fernsehbilder zeigten die verkohlten Reste teurer Villen.

Dutzende Häuser seien von den Flammen zerstört worden, sagte der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger bei einem Besuch des Brandgebietes am Donnerstag. Am Tag zuvor hatte er im Bezirk Santa Barbara den Notstand ausgerufen. Damit könne schneller Geld und Personal für die Brandbekämpfung zur Verfügung gestellt werden.

Der malerische Küstenort rund 150 Kilometer nördlich von Los Angeles wird oft von schweren Bränden heimgesucht. Im vergangenen November waren 200 Häuser einem Buschfeuer zum Opfer gefallen. Im Herbst 2007 hatten Dutzende Brände zwischen San Diego und Malibu den Süden Kaliforniens in ein Flammenmeer verwandelt. Zeitweise waren eine Million Menschen auf der Flucht. Mindestens 1500 Häuser wurden zerstört. Zwölf Menschen kamen damals ums Leben. (cl/dpa)

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