Kampf gegen den Smog in China : Selbst Bürgermeister nennt Peking „wirklich nicht lebenswert“

Der Smog schnürt den Chinesen die Luft ab. Die meisten Städte halten zulässige Höchstwerte regelmäßig nicht ein - ohne Folgen. Fahrverbote und Produktionsstopps wären nötig. Sogar der Bürgermeister von Peking würde in seiner eigenen Stadt wohl keinen Urlaub machen.

An besonders schlechten Tagen beträgt die Sichtweite in Peking weniger als 100 Meter.
An besonders schlechten Tagen beträgt die Sichtweite in Peking weniger als 100 Meter.Foto: dpa

Der Bürgermeister von Peking hat die Lebensumstände in Chinas Hauptstadt als schwer erträglich beschrieben. Vor dem lokalen Volkskongress der 21-Millionen-Metropole verwies Wang Anshun auf die hohe Bevölkerungsdichte, die Staus, die Industrie und die daraus folgende hohe Luftverschmutzung. „Gegenwärtig ist Peking wirklich keine lebenswerte Stadt“, zitierte ihn das kommunistische Parteiorgan „Volkszeitung“.

Doch der Kampf gegen den Smog hat für ihn keineswegs höchste Priorität: „Angesichts des wilden Zustroms von Menschen in die Stadt ist die Kontrolle der Bevölkerung unser größtes Problem“, sagte Wang.
Ohne eine Verringerung des Bevölkerungsdrucks bleibe Peking nur schwer zu verwalten. (dpa)

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