Kampusch-Biografie : "Das sind nur Lügen"

Natascha Kampusch wehrt sich gegen Behauptungen in der unautorisierten Biografie "The Girl in the Cellar" (Das Mädchen im Keller), die in Großbritannien und den Niederlanden erschienen ist.

München - "Was in diesem neuen Buch jetzt über mich steht, sind nur Lügen", sagte Natascha Kampusch der Zeitschrift "die aktuelle". Was über ihre Mutter geschrieben werde, sei "verletzend, demütigend, gemein".

Kampusch war 1998 im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg verschleppt worden. Ihr Entführer hielt sie in einem Verlies unter der Garage seines Hauses bei Wien mehr als acht Jahre lang gefangen. Am 23. August 2006 war der jungen Frau die Flucht gelungen.

Autoren erheben Vorwürfe gegen österreichische Polizei

Die Autoren Allan Hall und Michel Leidig schreiben den Angaben zufolge in dem Buch, das im deutschsprachigen Raum nicht erscheinen soll, Natascha habe eine schreckliche, lieblose Kindheit gehabt.

Im "Focus" erhob Hall derweil schwere Vorwürfe gegen die Wiener Ermittler im Fall Kampusch. "Die österreichische Polizei würde nicht einmal eine Bierflasche in einer Brauerei finden", sagte Hall dem Münchner Magazin. (tso/ddp)

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