Kanaren : Flugzeugentführung endet glimpflich

Die Entführung eines mauretanischen Passagierflugzeugs ist am Donnerstagabend auf Gran Canaria beendet worden. Der mutmaßliche Entführer wurde festgenommen, die Passagiere kamen frei.

Madrid - Die Maschine der Air Mauritania war am Donnerstag auf einem Inlandsflug entführt worden. Die Maschine des Typs Boeing 737 landete am Abend nach Behördenangaben auf dem Flughafen Gando von Las Palmas auf Gran Canaria.

Bei der Räumung der Maschine seien rund 20 Menschen leicht verletzt worden, teilte das spanische Innenministerium mit. Mehrere der 71 Passagiere seien gestürzt und hätten sich Prellungen oder Schürfwunden zugezogen. Zudem erlitt eine Schwangere einen Nervenzusammenbruch. Der bewaffnete Geiselnehmer, ein Mauretanier, habe sich ergeben und sei festgenommen worden.

Keine Schüsse an Bord

Der Entführer sei mit zwei Pistolen bewaffnet gewesen, sagte der Präfekt der Kanaren, José Segura. Schüsse seien an Bord aber nicht gefallen. Die Motive des Luftpiraten waren zunächst unbekannt. Der Mann wollte die Boeing 737 der Air Mauritanie zum Weiterflug nach Paris zwingen, wie es weiter hieß. Die Piloten hätten aber gewarnt, dafür reiche der Treibstoff nicht.

Der Entführer hatte die Maschine am Donnerstag auf dem Flug von der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott nach Las Palmas auf Gran Canaria in seine Gewalt gebracht. Eine geplante Zwischenlandung in der mauretanischen Hafenstadt Nouadhibou ließ er nicht zu. An Bord der Maschine waren auch acht Besatzungsmitglieder. (tso/dpa)

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