Welt : Kaputter Bohrer verhindert schnelle Rettung

NAME

Washington (dpa). Im Rennen gegen die Zeit bei der Bergung von neun verschütteten US-Bergleuten haben die Rettungsmannschaften einen schweren Rückschlag erlitten. Die Spitze des Spezialbohrers, mit dem die Retter einen Zugangsschacht bohren wollten, ist gebrochen. Bis zu den verschütteten Bergleuten, die in einem vermutlich mit eisigem Wasser gefüllten Schacht feststeckten, fehlten noch etwa 50 Meter. Der Gouverneur von Pennsylvania, Mark Schweiker, der den Rückschlag bekannt gab, zeigte sich am Freitag dennoch hoffnungsvoll.

So seien die Versuche erfolgreich, das eigelaufene Wasser aus der Mine in der Ortschaft Somerset zu pumpen. Pro Minute könnten etwa 30 Zentimeter Wasser abgepumpt werden. Per Hubschrauber werde zudem ein Ersatzteil für den Bohrer eingeflogen. Allerdings gab es von den neun Kumpel seit fast 24 Stunden kein Lebenszeichen mehr. Zuletzt hatten sie am Donnerstagmittag neun leise Klopfzeichen gegeben – für jeden Überlebenden ein Klopfen. Ein Sprecher der Bergungsteams erklärte dazu, dies müsse nicht unbedingt das Schlimmste bedeuten. Die Pumpen und die Bohrer seien so laut, dass sie jedes Klopfen überdeckten.

Die Bergleute hatten am Mittwochabend versehentlich einen älteren und mit Wasser gefüllten Stollen angebohrt. Die Wassermassen brachten den Stollen, in dem die Männer arbeiteten, zum Einsturz. Die Männer glaubten wohl, der andere Stollen sei noch 90 Meter entfernt, aber ihre Karten waren falsch, wie die Behörden erklärten. Vermutlich sind die neun Männer in einem ein mal vier Meter großen Loch eingeschlossen. In dem Loch herrschen Temperaturen von 12 bis 13 Grad Celsius.

0 Kommentare

Neuester Kommentar