Karibik : Hurrikan "Paloma" bedroht Kuba

"Paloma" ist extrem gefährlich und rast mit 225 Stundenkilometern auf Kuba zu. US-Meteorologen haben ihn jetzt als Hurrikan der Stufe vier klassifziert und raten zu höchster Vorsicht.

Hurrikan Paloma Foto: AFP
Kuba wird diese Regenzeit schon zum dritten Mal von einem Hurrikan heimgesucht.-Foto: AFP

Havanna/MiamiDer Hurrikan "Paloma" ist über der Karibik zu einem extrem gefährlichen Wirbelsturm herangewachsen. US-Meteorologen stuften den Sturm zu einem Hurrikan der Stufe vier hoch. Das bedeutet: höchste Vorsicht. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami raste der Hurrikan am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von 225 Stundenkilometern auf Kuba zu. Dort wird er in der Nacht zum Sonntag erwartet. Die Meteorologen rechnen mit gefährlichen Sturmfluten an der kubanischen Südküste. In der Nacht zum Samstag hatte "Paloma" bereits die Kaiman-Inseln passiert. Berichte über Zerstörungen lagen zunächst nicht vor.

In Kuba laufen seit Freitag Vorbereitungen, um die Bevölkerung vor dem Hurrikan zu schützen. Vor allem in den zentral-kubanischen Provinzen Santi Spiritus, Camaguey und Las Tunas, wo "Paloma" nach Berechnungen der Meteorologen die Insel überqueren wird, wurden zahlreiche Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht.

Kuba trifft es zum dritten Mal

In seinem weiteren Verlauf werde der Hurrikan die größte Antilleninsel von Süd nach Nord überqueren und dann auf die Bahamas zusteuern, hieß es. Kuba war in der diesjährigen Regenzeit bereits von zwei Hurrikans heimgesucht worden, die schwere Verwüstungen angerichtet hatten.

Der Wirbelsturm hatte sich am Donnerstag aus dem tropischen Tief Nummer 17 vor den Küsten von Nicaragua und Honduras gebildet. In Nicaragua war erneut ein Gebiet betroffen, dass im vergangenen Jahr bereits von Hurrikan "Felix" zerstört worden war. Die Einwohner, meist Indios, leben immer noch in Hütten, die lediglich mit Plastikplanen abgedeckt sind. Die deutsche Hilfsorganisation Plan International versucht seit Anfang 2008 den Menschen dort zu helfen, die Folgen der Unwetter zu überwinden. (bai/dpa)

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