Karibik : Tropensturm ''Fay'' fordert vier Menschenleben

Der Karibiksturm "Fay" hat mit sturzbachartigen Regenfällen verheerende Überschwemmungen in Haiti und der Dominikanischen Republik angerichtet. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben. Meteorologen erwarten, dass "Fay" zu einem Hurrikan auswächst.

Fay
Tropensturm "Fay": Fegt mit Windgeschwindigkeiten von 80 Stundenkilometern über die Karibik. -Foto: AFP

HavannaTropensturm "Fay" hat auf seinem Zug durch die Karibik mindestens vier Menschen das Leben gekostet und schwere Schäden angerichtet. Auf der Insel Hispaniola mit der Dominikanischen Republik und Haiti war es am Samstag zu heftigen Regenfällen gekommen, die Überschwemmungen und Erdrutsche auslösten. In 29 Provinzen galt die höchste Alarmstufe.

Am Sonntagmorgen erreichte "Fay" mit Windgeschwindigkeiten von rund 80 Kilometern in der Stunde den Südosten Kubas. Die Menschen wurden auf eine mögliche Umsiedlung in sichere Unterkünfte vorbereitet, Häuser abgesichert und die Straßen vom Müll gereinigt. Nach Berechnungen der Meteorologen sollte der Sturm in der Nacht zum Montag über Zentral-Kuba hinweg ziehen. In weiten Teilen des Landes wurden vorsorglich Hurrikanwarnungen herausgegeben, da mit einer Verstärkung des Wirbelsturmes gerechnet wurde.

Hurrikanwarnung in Florida

Am Dienstagnachmittag (Ortszeit) sollte der Sturm bei Tampa an der Westküste Floridas auf Land treffen und von dort aus weiter nach Norden in Richtung des Bundesstaates Georgia ziehen. In Miami begannen Bewohner, sich in Tankstellen und Supermärkten mit Benzin, Trinkwasser und anderen Vorräten einzudecken. Örtliche Fernsehsender warnten vor der möglichen Schließung von Geschäften und Stromunterbrechungen.

Meteorologen halten es für möglich, dass sich "Fay" noch verstärken könnte. Nach Angaben der Zeitung "Granma" wurden die sieben Provinzen Santiago de Cuba, Granma, Holguín, Las Tunas, Camagüey, Ciego de Ávila und Guantanamo in Alarmbereitschaft versetzt. "Der genaue weitere Weg des Sturms ist noch etwas unsicher", sagte der Hurrikanexperte Thomas Sävert. Es sei möglich, dass sich "Fay" zwischen Kuba und Florida über 30 Grad warmem Wasser deutlich verstärkt und zu einem Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern werden könnte. "Zieht er etwas westlicher auf den Golf von Mexiko, könnte er sogar noch stärker werden", befürchtet Sävert.

"Fay" war am Freitag zum sechsten Sturm der nordatlantischen Hurrikansaison herauf gestuft worden. Die Gebirge in der Dominikanischen Republik verhinderten, dass er sich weiter verstärken konnte. (sgo/dpa/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben