Welt : Karneval: Närrische Weiber eröffnen den Straßenfastnacht

Wetterfest eingepackte närrische Weiber haben am Donnerstag pünktlich um 11 Uhr 11 kostümiert und mit Scheren und Schnaps bewaffnet die Rathäuser in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf erstürmt und damit den Straßenkarneval eröffnet. Gleichzeitig begann zwischen Neckar, Bodensee und Rhein für Hexen, Hansele, Boppele und andere wilde Gestalten die heiße Phase der schwäbisch-alemannischen Fasnet.

Zehntausende Jecken feierten in der Kölner Altstadt am "Alter Markt" bei wolkenverhangenem Himmel und kühlen fünf Grad Celsius den Höhepunkt der jecken Jahreszeit mit dem traditionellen närrischen Countdown. Einige Narren hatten sich als verrückte BSE-Kühe verkleidet. Das Motto der fünften Jahreszeit in der Domstadt lautet in diesem Jahr "Köln kann sich mit allen messen". Vor dem Rathaus der Altbiermetropole Düsseldorf hatten sich gut 5000 bunte Narren versammelt, um die Möhne mit lauten Helau-Rufen bei der Erstürmung des ehrwürdigen Gebäudes zu unterstützen. Der amtierende Oberbürgermeister Joachim Erwin setzte der Weiberschar keinen Widerstand entgegen und händigte den Stadtschlüssel gerne aus, um sich dann mit ins jecke Treiben zu stürzen.

Einziger Wermutstropfen für die Jecken: Sie müssen sich auf ein ungemütliches Karnevalswochenende mit Schnee und Wind einstellen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Doch rechtzeitig zu den Faschingsumzügen in den rheinischen Karnevalshochburgen am Rosenmontag soll das Wetter freundlicher werden. Dann können die Narren in Köln, Düsseldorf und Mainz gelegentlich sogar mit Sonnenschein rechnen.

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