Katastrophe von Madrid : Ursachen des Spanair-Unglücks geklärt

Eine Kombination aus menschlichen und technischen Fehlern hat zur Flugzeugkatastrophe von Madrid vor rund einem Jahr geführt

Die Bremsklappen wie auch die Vorflügel seien nicht ausgefahren gewesen, als sich die Spanair-Maschine auf den Start vorbereitete, teilte die zuständige spanische Kommission mit. Das sei dem Piloten bei seiner Routinekontrolle vor dem Abflug nicht aufgefallen, und die Messgeräte an Bord hätten dies nicht angezeigt. Woran das lag, sei nicht bekannt.

Die Kommission reichte zudem sieben Vorschläge zur Verbesserung der internationalen Flugsicherheit ein. Piloten sollen demnach künftig vor jedem Flug das Warnsystem überprüfen und nicht nur beim ersten Flug des Tages.

Am 20. August 2008 war die Maschine auf dem Weg von Madrid zu den Kanarischen Inseln kurz nach dem Start abgestürzt. Bei dem schwersten Flugzeugunglück in Spanien seit 25 Jahren kamen 154 Menschen ums Leben, nur 18 Insassen überlebten. Angehörige der Opfer hatten Spanair vorgeworfen, das Flugzeug trotz technischer Probleme zum Abflug freigegeben zu haben. Die frühere SAS-Tochter wies dies zurück. Anfang des Jahres hatte SAS seinen Hauptanteil an ein spanisches Investorenkonsortium verkauft.
 

Quelle: ZEIT ONLINE, Reuters, sse

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