• Keine Ermittlungen der Polizei nach Verdacht auf Vergiftung: Wurde die Blues-Legende B.B. King getötet?
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Keine Ermittlungen der Polizei nach Verdacht auf Vergiftung : Wurde die Blues-Legende B.B. King getötet?

Am 14. Mai war die Blues-Legende B.B. King im Alter von 89 Jahren in Las Vegas gestorben. Zwei Töchter des Musikers gehen von einer Vergiftung ausgehen. Die Polizei von Las Vegas leitet jedoch keine Ermittlungen ein.

Wegen der Autopsie müsse .B. Kings Beerdigung in Memphis verschoben werden, berichten US-Medien.
Wegen der Autopsie müsse .B. Kings Beerdigung in Memphis verschoben werden, berichten US-Medien.Foto: dpa

Trotz der Vorwürfe, der Blues-Musiker B.B. King sei möglicherweise durch sein Management vergiftet worden, hat die Polizei von Las Vegas bislang keine Ermittlungen aufgenommen. In einer Mitteilung verwies die Polizei am Dienstag auf eine Autopsie von Kings Leiche, die der Untersuchungsrichter im Bezirk Clark im US-Bundesstaat Nevada angeordnet hatte. "Solange der Untersuchungsrichter des Bezirks Clark nicht zu dem Schluss kommt, dass Herr King nicht eines natürlichen Todes starb, leitet die Polizei von Las Vegas NICHT irgendwelche Ermittlung ein", hieß es weiter.

Ermittlungsrichter John Fudenberg erklärte, bislang gebe es keine Beweise, die die These eines Verbrechens belegten. Er nehme die Vorwürfe aber "sehr ernst" und werde sie gründlich prüfen. Zwei Töchter von King, Karen Williams und Patty King, äußerten dem Internetportal Eonline zufolge den Verdacht, dass ihr Vater Opfer eines Verbrechens geworden sein könnte. "Ich glaube, dass mein Vater vergiftet wurde und ihm fremde Substanzen verabreicht wurden, um seinen vorzeitigen Tod auszulösen", schrieben die Töchter demnach in separaten, aber gleich lautenden eidesstattlichen Erklärungen. Den Gerichtsunterlagen zufolge wurde eine offizielle Ermittlung gefordert.

King war am 14. Mai im Alter von 89 Jahren in Las Vegas gestorben, wo er zwischen seinen ausgedehnten Tourneen wohnte. Noch bis ins hohe Alter war King auf Tour gegangen. Der Musiker wurde 1925 als Riley Ben King im südlichen US-Bundesstaat Mississippi geboren. Der Afroamerikaner wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, die erste Gitarre bekam er im Alter von zwölf Jahren von einem Plantagenbesitzer. Mit Anfang 20 zog es ihn nach Memphis, die Hauptstadt des Blues. Bald bekam er eine eigene Radiosendung, die ihm den Spitznamen "Blues Boy" (B.B.) einbrachte. Seinen ersten Hit feierte King 1951 mit dem "Three O'Clock Blues".

Kings Gesundheitszustand hatte sich seit Ende vergangenen Jahres verschlechtert. Anfang Mai begab der Diabetiker sich in seinem Haus in Las Vegas in Hospizpflege. In den letzten Tagen vor Kings Tod soll es einen Streit zwischen seinen Angehörigen und seiner Managerin um seine Pflege gegeben haben. Wegen der Autopsie müsse Kings Beerdigung in Memphis verschoben werden, berichteten örtliche Medien. Den Töchtern zufolge sollen Kings Managerin und Testamenstsvollstreckerin Laverne Toney und deren persönlicher Assistent King vergiftet haben. Toney wies die Vorwürfe zurück. AFP/dpa


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