Welt : Keiner überlebt im Superjet Russische Maschine in Indonesien abgestürzt

Jakarta - Den Absturz eines russischen Superjets in Indonesien hat keiner der Insassen überlebt. Rettungskräfte, die am Donnerstag das Wrack der Unglücksmaschine in einer Bergregion südlich der Hauptstadt Jakarta erreichten, entdeckten nur Leichen, sagte ein Sprecher der nationalen Rettungsbehörde, Gagah Prakoso. „Es gibt keine Überlebenden.“ Die Helfer bereiteten sich nun darauf vor, die Toten für die Bergung vorzubereiten. Diese sei für Freitag geplant. Die genaue Zahl der Opfer konnten die Rettungskräfte zunächst nicht nennen.

Prakoso zufolge rammte das Flugzeug in voller Geschwindigkeit die Seite eines Bergs. Der Suchoi Superjet 100 mit bis zu 50 Menschen an Bord war am Mittwoch während eines Demonstrationsflugs plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Erst am Donnerstag konnte ein Hubschrauberpilot das Wrack in dem unübersichtlichen Gebiet in 1800 Metern Höhe entdecken.

Der Superjet 100 war die große Hoffnung der russischen Luftfahrtindustrie. Das Mittelstreckenflugzeug der Firma Suchoi hat je nach Bauart Platz für 75 bis 100 Passagiere und kann Entfernungen zwischen 3200 und 4620 Kilometern zurücklegen. Bei dem Demonstrationsflug am Mittwoch sollten mögliche asiatische Kunden geworben werden. Der Superjet 100 sollte dem brasilianischen Konzern Embraer und dem kanadischen Unternehmen Bombardier Konkurrenz machen und endlich die seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 kriselnde russische Luftfahrtindustrie wieder in Schwung bringen. Das Flugzeug sollte die veralteten Sowjet-Maschinen vom Typ Tupolew-134 ersetzen, die in den vergangenen zehn Jahren in mehrere Katastrophen verwickelt waren und weitgehend ausgemustert wurden. Mehrere internationale Konzerne sind am Superjet 100 beteiligt, darunter der französische Motorenhersteller Snecma. AFP

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