Kenia : Oma Obama im Dauerstress

Sarah Obama, die kenianische Großmutter des künftigen US-Präsidenten Barack Obama, kann sich vor den Besuchermassen kaum retten. Doch der Popularitätsschub hat auch Vorteile für die 87-Jährige.

Sarah Obama Foto: dpa
Sarah Obama: Bis zu 500 Besucher pro Tag. -Foto: dpa

Nairobi/KogeloSeit der Wahl Barack Obamas zum neuen US-Präsidenten hat sich das Leben seiner kenianischen Stiefgroßmutter Sarah Obama (87) drastisch geändert. Bis zu 500 Besucher am Tag halten die alte Dame in ihrem westkenianischen Dorf Kogelo auf Trab, berichtete die Zeitung "The Standard" am Freitag. Zu den Vorteilen des VIP-Status von "Mama Sarah" gehört, dass ihr Heim nun an das Stromnetz angeschlossen ist. Die Leitungen zu dem bescheidenen Haus wurden innerhalb nur einer Woche gelegt - üblicherweise dauert es in dem ostafrikanischen Land Jahre, bis die Versprechen der Verwaltungsbehörden, Stromleitungen zu legen, umgesetzt werden.

Sowohl die kenianische Regierung als auch die US-Regierung sorgen sich um die Sicherheit der Obama-Oma, die den kenianischen Vater des ersten schwarzen US-Präsidenten großgezogen hat. Die US-Botschaft in Nairobi erhalte einen täglichen Bericht über die Lage in Kogelo, hieß es. Rund um die Uhr bewachen Polizisten das Grundstück. Die Polizei sicherte schon in den Wochen vor der Wahl das Obama-Anwesen. "Sie haben mich überwältigt", sagte Sarah Obama über die etwa 5000 Besucher, die ihr seit dem 4. November die Hand schütteln und für ein Erinnerungsfoto posieren wollten. "Ich habe nicht einmal Zeit, in die Küche zu gehen und zu kochen." (jam/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben