Welt : Kennen Sie die?: Gesucht: Eine dramatische Tierschützerin

Jennifer Wilton

Nach dem schönsten Tag ihres Lebens gefragt, antwortete die Gesuchte einmal schlicht: Es war eine Nacht. Natürlich tat sie das mit dem entsprechenden unschuldigen Augenaufschlag. Und natürlich fand sie es trotzdem beizeiten unverschämt, was ihr die Presse, nicht zuletzt wegen solcher Aussagen, alles andichtete.

Eigentlich war sie der geborene Star, mit einem Hang zu kleinen oder größeren Skandalen. Den vielleicht ersten erlebte sie noch im Familienkreis, als sie mit 17 Jahren verkündete, heiraten zu wollen. Die Eltern stellten sich prompt quer. Dabei hatte die Tochter die Ernsthaftigkeit ihres Vorhabens durch einen dramatischen Suizidversuch mehr als deutlich gemacht. Die Hochzeit fand dann auch statt, allerdings erst ein Jahr später, als die Braut volljährig war. Und der Gatte trieb die Karriere seiner jungen Frau voran. Zwar hatten die Kritiker in dieser frühen Phase auch an ihrem Äußeren noch allerlei auszusetzen, er aber sagte eine Zukunft als Männertraum voraus.

Die Dramatik beherrschte fortan ihr Leben, logisch, bei ihrem Beruf. Schon als Teenager in ihrem Heimatland eine bekannte Schauspielerin, schaffte sie noch bevor sie zwanzig wurde den Sprung nach Amerika. Obgleich sie auch dort triumphierte, zog es sie schnell wieder in die Heimat. So ganz kamen die Amerikaner vielleicht auch nicht mit ihrer Freizügigkeit zurecht.

Mit ihrem Privatleben sorgte sie für stetigen Nachschub auf den Gesellschaftsseiten der Gazetten, wo schon mancher Hochzeiten und Scheidungen nicht mehr mitzählte. Als sie schließlich irgendwann beschloss, sich aus dem Filmbusiness zurückzuziehen, fand sie eine andere Form, auf sich aufmerksam zu machen. Wenn auch mit den seltsamsten Aktionen. Zuletzt hatte sie sich mit dem Bürgermeister von Bukarest in den Haaren. Es ging um streunende Hunde.

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